Schaun’s, Olympia is net alles. Nein, es gibt auch ein soziales Leben abseits der Spiele. Das aber mit den Entscheidungen unter einen Hut zu kriegen, ich sags Ihnen: Leicht is des net.
Vergangenes Wochenende etwa war längst verplant: mit einem Stadttrip nach München, romantisch sollts werden, das war zumindest der Wunsch meiner Herzallerliebsten. Gut, wie des halt so is: Ich bin ihr net auskommen, konnte also nicht kurzerhand nein sagen. Der Samstag, ich sags Ihnen, für einen Sportnarr wie mich war er eine herbe Schmach. Versuchen’s einmal, einen Fernseher aufzutreiben, während des Schatzerl nach den neuesten Hadern sucht, also in einen Klamottenladen nach dem anderen rennt.
Ärgerlich wars b’sonders, als ich beim Super-G der Damen endlich ein Batsch’nkino (TV) gefunden hatte, die gnä’ Frau aber partout nix mehr anprobieren wollt. Dabei wars grad so spannend! Die Entscheidung hab ich verpasst. Umso depperter, also blöder, weil just bei dem Bewerb eine Österreicherin was g’rissen hat, also Erste g’worden ist (was ich leider Gottes erst spätabends im Teletext erfahren hab).
Beim anschließenden Abendessen im Restaurant hat mich meine Freundin dann g’löchert, weshalb ich dauernd auf die Zwiebel, also die Uhr, schau. Ich war ehrlich: „Weil der erste Durchgang im Skispringen gleich losgeht.“ Des hätt ich mir sparen sollen. Denn letztlich war sie meinetwegen ang’fressen, also sauer. Und weil wir ewig herumpalavert, also diskutiert hab’n, is es mit der Live-Übertragung vom Springen auch nix mehr geworden.
Ich denk, dem nächsten Einkaufstrip werd ich erst nach der Wintersport-Saison zustimmen. Und wohl auch erst nach der Fußball-WM. Vorsichtshalber.
Final-Held Didier Drogba verlässt den FC Chelsea. In einem Interview mit dem französischen Fachmagazin „France Football“ (Mittwoch) erklärte der 34 Jahre alte Fußball-Star, dass er die Entscheidung seinen Mitspielern am Sonntag mitgeteilt habe. mehr