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12.05.2015, Schauspielhaus, Hannover, 96-Serie mit Lars-Ole Walburg

12.05.2015, Schauspielhaus, Hannover, 96-Serie mit Lars-Ole Walburg© Joachim Sielski

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Wir sind 96

Der Spielmacher vom Theater

Dramen gibt es hier wie dort. Es ist ein kollektives Erlebnis. Und wenn gespielt wird, ruft das bei den Zuschauern echte Emotionen hervor. Fußball und Theater haben einiges gemeinsam - „nur mit unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen“, schränkt Lars-Ole Walburg, Intendant am Schauspielhaus Hannover, ein.

Hannover. „Der Hauptunterschied ist aber: Man geht ins Theater mit dem Wissen, dass es keine wahren Konsequenzen gibt“, sagt Walburg. Der Fußball aber bewege eine ganze Region. Seit 2009 hat der gebürtige Rostocker seine Position inne. 2011 gründeten das Niedersächsische Staatstheater Hannover (zu dem auch die Oper gehört) und Hannover 96 die Initiative „Vereint für Hannover“, die sich für soziales Engagement und Gemeinschaftlichkeit in und um Hannover einsetzt. Projekte und Initiativen wie das Mentorenprogramm „Balu & du“, das Kindermuseum Zinnober oder „Klang & Leben“, das Musikprojekt für Demenzkranke, wurden bereits gefördert. Die Unternehmen Johnson Controls, Hannoversche Volksbank und ZAG Personal & Perspektiven sind mit im Boot. Der alljährliche „Vereint für Hannover“-Laternenumzug gehört fest zum Terminkalender der Stadt.

„Man kann die Popularität des Fußballs nutzen, um Gutes zu tun, auch jenseits des Stadions“, ist Walburg überzeugt. Hannover 96 diene der Identifikation der Menschen in der ganzen Region. Und: „Fußball bietet die Möglichkeit, gemeinsam Stolz zu empfinden - das ist in Deutschland ja mitunter nicht einfach.“

In der laufenden Rückrunde habe er bei manchen Spielen „sehr gelitten“. Er sei zwar nicht das, was man als klassischen Fan bezeichnet, „aber das Massenerlebnis finde ich schön, besonders die Minuten vor Spielbeginn, die sich aufbauende Stimmung, den Moment, wenn die Spieler aufgerufen werden oder die Hymne gesungen wird“. Vier- bis fünfmal pro Saison schaffe er es ins Stadion. In Basel, wo er von 2003 bis 2006 Schauspieldirektor war, habe er auch mal ein Fußballstück inszeniert: „Das zieht auch gleich ein ganz anderes Publikum.“

An einen Abstieg von Hannover 96 glaubt er nicht: „Man merkt doch, wie die Mannschaft kämpft.“ An der zweiten Liga fürchte er vor allem eines, da ist er ganz der Erbauung des Publikums verpflichtet: „Das Schlimmste ist, dass es wieder langweilige Spiele geben wird - und Fußballspiele können langweilig sein.“

Was einem, aber das nur nebenbei, durchaus auch einmal bei einem Theaterstück passieren kann.

www.vereint-fuer-hannover.de


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