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WAHRE FANS: Der 96-Fanclub in Sierra Leone fiebert mit dem Profi-Team aus Hannover mit - und lebt in der ständigen Angst vor Ebola.

WAHRE FANS: Der 96-Fanclub in Sierra Leone fiebert mit dem Profi-Team aus Hannover mit - und lebt in der ständigen Angst vor Ebola.

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96-Fanclub in Sierra Leone benötigt Hilfe

Auch in Sierra Leone gibt es einen Fanclub von Hannover 96. Und der ist dringend auf Hilfe angewiesen.

Hannover. Es ist Abu Gbondas erste Frage am Telefon: „Wie geht es Hannover 96.“ Nicht so gut, leider. Aber was bedeutet die sportliche Schieflage bei 96 im Vergleich zu dem Leiden Sierra Leones.

Nach UNO-Berichten leben in dem westafrikanischen Staat die ärmsten Menschen der Welt. Ebola hat nach Angaben der Regierung 8569 Menschen getroffen (Stand 15. April 2015). Die Hälfte der Infizierten sterben - 3499 Ebola-Tote zwischen Mai 2014 und April 2015 sind dokumentiert, die Dunkelzahl liegt viel höher. Abu Gbonda kümmert sich neben seinem Engagement für Sierra Leones 96-Fanclub um Aufklärung. Im Namen von 96, wie er sagt. „Wir lieben den Fußball, leider ist Ebola immer noch nicht unter Kontrolle und die Probleme sehr groß.“ Es herrscht medizinischer Ausnahmezustand in Freetown, der Hauptstadt, in der Gbonda sein Sport-Kino betreibt. Dort schaut der Fanclub die 96-Spiele. „Ich habe lange kein Spiel mehr gesehen“, gibt er zu. Man spürt es immer wieder in seinen Worten: Abu Gbonda klammert sich an die Hoffnung auf Hilfe aus Hannover.

„Vielen Dank!“, sagt Gbonda zu einer ersten Hilfe aus Hannover, die gerade eingetroffen ist. Ein Trikotsatz für Kinder, zwei Bälle, Lebensmittel, Reis und Schokolade. „Mit Fußbällen kann man natürlich nicht geben Ebola kämpfen“, sagt Michael Miezal, der für die Hilfsorganisation Intermission häuig in Sierra Leone war. Auch Miezal ist 96-Fan, steht in engem Kontakt zum Fanclub. Miezal organisierte den Container mit der Hilfe für die Mitglieder des Fanclubs. Einen Auftrag vom Klub hat er nicht. „Ich mache das als Fan.“

Die Lage vor Ort sei weiterhin katastrophal, sagt Miezal. Das Engagement des Fanclubs erscheint winzig bei der Größe der Probleme. Aber jeder der 96-Fans hat auch Träume. Abu Gbonda träumt von einem Stadionbesuch in Hannover. Daher war der Hilfscontainer mit Trikots und Fußbällen ein wahrer Schatz für die 96-Enklave. Helfer Miezal: „Das hilft im Überlebenskampf. Die Menschen haben das Gefühl, dass man sie nicht vergessen hat.“

n 96 hatte als Klub seinen Anhängern schon zwei Lieferungen mit Fanmaterial schicken lassen. Die Fanszene sammelt seit November Geld. Infos beim Facebook-Auftritt „Fanszene hilft“. Spendenkonto für Sierra Leone: CVJM-Gesamtverband in Deutschland, BIC: GENODEF1EK1, IBAN: 5206 0410 0000 0053 47, Evangelische Bank, Stichwort: 593 Ebola-Nothilfe - Fanszene Hannover.


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