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© Foto: Petrow

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NP-Anstoss

Werder-Legende: Burdenksi macht Mut

Zum Anstoß in der Nordkurve hatte die NP diesmal Werder-Legende Dieter Burdenksi eingeladen. Der Torhüter zeigte sich optimistisch für einen 96-Sieg.

Hannover. Dieter Burdenski drückte aufs Gas. Ganz pünktlich schaffte es die Werder-Torwartlegende trotzdem nicht zum vierten NP-Anstoß der Saison. Stau auf der Autobahn. Beeilen muss sich auch 96 - mit dem ersten Saisonsieg. Akuter Punkte-Stau, nur zwei mickrige Zähler, Tabellenletzter. Kurs: Abstieg. In der „Nordkurve“ herrschte gestern Abend entsprechend großer Redebedarf, wie denn endlich die Bremse gelöst und das erste Erfolgserlebnis eingefahren werden soll. Am besten schon im Heimspiel am Sonnabend gegen Bremen.

„Wenn es jetzt nicht passieren soll mit dem ersten Sieg, wann dann?“, fragte Burdenski rhetorisch in die Runde, als er eintraf und gab gleich verbal Vollgas. „Gegen wen willst du dann überhaupt noch gewinnen? Werder ist jetzt nicht die Übermannschaft.“ Auch Pascal Borel, Torwarttrainer der 96-Amateure und ehemaliger Bremer, glaubt, dass sich Werder „warm anziehen muss“, wenn 96 die Leistung vom 1:1 gegen Wolfsburg wiederholen könne.

Und für den unerschütterlich optimistischen Dieter Schatzschneider „wird es einfach Zeit. Wir wollen weg vom Tabellenende.“ Nach dem 1:1 in Wolfsburg ist Schatzschneider schwer davon überzeugt, dass das auch klappt. „Der Punkt war total verdient. Ich bin hundertprozentig zufrieden mit dem Spiel, mit der Taktik. Das hat alles gut geklappt. Das hat mir bombig gefallen.“ Schatzschneider sah „eine Mannschaft, die will. Es gibt nichts zu meckern.“

Was ihm besonders gefiel: die Rückkehr zur altbewährten 4-4-2-Taktik. „Wir spielen wochenlang das Tannenbaumsystem und kriegen ohne Ende Tore rein. Es ist ganz wichtig, dass wir wieder das System spielen, mit dem wir nach Europa gekommen sind und die Klasse gehalten haben. Bitte weiter so!“

Weiter so auch mit Michel Frontzeck? Der Trainer sitzt nach dem Punktgewinn in Wolfsburg zwar etwas fester im Sattel. Sicher sein kann er sich jedoch nicht. „Für einen Trainer zählen nur Punkte. Und zwei sind nicht allzuviele“, gab Burdenski zu bedenken. Vor dem Wolfsburg-Spiel war schon der Name Mirko Slomka um die HDI-Arena gegeistert. Für NP-Redakteur Andreas Willeke keine gute Alternative, sollte es mit Frontzeck kurzfristig doch nicht mehr funktionieren. Er hält es „für keine gute Idee, nach so kurzer Zeit, einen Trainer zurückzuholen. In zehn Jahren vielleicht.“ Slomka habe noch so eine Macht in Hannover, er würde die gerade „neugeschaffenen Strukturen“ um Martin Bader „zerstören“.

Also erstmal weiter mit Frontzeck. Und trotzdem beginnt für Schatzschneider „eine neue Zeitrechnung.“ Deswegen tippt er auch auf ein offensives 3:1 gegen Werder morgen. „Ich ertrage es einfach nicht, wenn 96 an letzter Stelle steht.“ Selbst Burdenski fiebert mit 96. Hannover habe in den letzten Jahren ein tolle Entwicklung gehabt. „Es wäre einfach furchtbar, wenn der Verein nicht wieder in die Spur kommt.“


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