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155 Sportfreunde erlebten Dienstag in der Nordkurve gegenüber der AWD-Arena eine spannende Diskussion über 96 und Hannovers Europa-Aussichten.© Rainer Droese

Sendung vom 23.8.

Schmadtke im "Anstoß": Uns erwartet die Hölle

Der 96-Talk in der Nordkurve wird zum Kult-Termin in Hannover. Beim dritten „Anstoß“ kamen gestern 155 Zuschauer. Mit 36 Grad Celsius auf der Bühne, einer idealen Einstimmung auf das Spiel der Saison, Donnerstag in Sevilla, wo Temperaturen um 40 Grad herrschen.

Von Tim Burchardt

Hannover. Oberbürgermeister Stephan Weil brachte eine gute Kunde mit. „Für alle, die hier bleiben müssen, gibts Public Viewing in der AWD-Hall“, verkündete das Stadtoberhaupt. Und die können sich schon mal warmsingen, denn 96 kommt in die Gruppenphase, sind sich jedenfalls die fünf Talk-Gäste sicher. Während Weil und 96-Kultstürmer Dieter Schatzschneider auf ein 1:1 spekulieren, geht Sportdirektor Jörg Schmadtke von einem 3:2 aus. „Ya Konan trifft in der 83. Minuten zum Endstand“, prophezeite Schmadtke. Volle Spannung verspricht NP-Redakteur Andreas Willeke: Das geht in die Verlängerung. Und dann macht Stindl das 2:2 in der 113. Minute.“

Doch egal, wie es ausgeht: Für Weil war schon das Hinspiel „eine große Oper“. Deshalb ist er auch morgen in Spanien dabei: „Ich bin 52 Jahre. Wenn ich mit 75 sagen muss, dass ich nicht dabei war, würde ich mich schwarzärgern.“ Nach der Ankunft will er erstmal „zur angesagtesten Tapas-Bar“. Für NP-Redakteur Willeke ist das Spiel „die Chance, die Hand endlich an den internationalen Fußball zu bekommen“. Schmadtke weiß, was Fans und Spieler im Stadion erwartet. Als Sportdirektor während seiner Zeit in Aachen war er schon einmal in Sevilla: „Beim Einlaufen gibt es Kanonenschüsse, und anschließend ist dort die Hölle los. Doch anders als damals wird uns das kalt lassen.“

Für Schatzschneider wäre das Erreichen der Gruppenphase „sehr wichtig, damit der Schmadtke endlich mal Spieler holen kann, die was kosten“, witzelte die wuchtige 96-Legende. Sorgen, dass es Verständigungsprobleme geben könnte, hat Schmadtke übrigens nicht: „Um ein Bier zu bestellen, reichen meine Spanischkenntnisse aus.“ Wer hier bleibt, kann das Spiel entweder im Fernsehen oder in der AWD-Hall schauen.

Beides mit Sicherheit keine Fehlentscheidung. Die gab es dafür am Sonntag gegen Hertha BSC. Dieter Schatzschneider hatte eine einfache Erklärung: „Der Schiri hatte vorher wohl nur acht Damenspiele gepfiffen.“ Wobei der 96-Kultstürmer zugab: „Ich habe auch oft von falschen Entscheidungen profitiert.“

Weil, den Schmadtke zum „96-Vorzeigefan“ kürte, hatte schon „nach 70 Minuten ein unangenehmes Gefühl in der Bauchgegend. Ich wusste, dass da noch was passiert.“ Bleibt zu hoffen, dass Weil morgen dieses unangenehme Erlebnis erspart bleibt.


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