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Expertenrunde: 96-Urgestein Dieter Schatzschneider, DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel, NP-Moderator Christoph Dannowski, Sportmoderator Gerhard Delling und 96-Experte Andreas Willeke.© Petrow

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Nordkurve

NP-Anstoß mit dem Frontzeck-Fanclub

Vieles ist anders bei 96. Der Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Michael Frontzeck bewegt Hannover, macht den Fans Mut und die Hütte voll beim 96-Talk in der „Nordkurve“.

Hannover. Am Donnerstag diskutierten die Experten: Wie schnell greift der Frontzeck-Effekt? Und wie kann der Trainer die Mannschaft mit der Hilfe seines Assistenten Steven Cherundolo auf den Punkt fit machen für den Abstiegskampf? Kann das Comeback der Fanszene ins Stadion das Team noch mal pushen?

Es hat erstmal etwas gedauert, bis Kultmoderator Gerhard Delling sich aufs Podium setzte und über seine Doppelpässe mit Günter Netzer plaudern konnte. Der ARD-Experte stand wegen der Folgen des Bahnstreiks auf dem Weg von Hamburg nach Hannover im Stau. „Dreieinhalb Stunden sind Rekord“, erklärte Delling.

DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel hat den 96-Trainerwechsel in Rotenburg mit DFB-Manager Oliver Bierhoff live in den Nachrichten verfolgt. „Bierhoff hält eine ganze Menge von Michael Frontzeck“, verriet Grindel, „er hat Erfahrung mit solchen Drucksituationen.“

Nach der rekordverdächtigen 96-Serie ohne Sieg und dem 0:4 in Leverkusen „wurden dann die Gedanken frei“, sagte 96-Ikone Dieter Schatzschneider. Gut sei der „Zeitpunkt für den Wechsel gewesen, meinte er. Weil es mittlerweile richtig brennt bei 96, dachte der Klub an Peter Neururer. „Wenn man von Feuerwehrleuten spricht, dann sollte man Peter nicht vergessen“, erklärte Schatzschneider. Nun wurde aber Frontzeck Trainer. „Er hat eine Ausstrahlung und eine Idee“, findet Delling, der den neuen 96-Trainer gut kennt. „Er muss in wenigen Tagen im Kopf etwas aufbauen.“ Grindel fügte hinzu: „Was mir gefällt, ist, dass Frontzeck ohne Show-Effekt auskommt.“ Anders als in Hamburg Bruno Labbadia hatte Frontzeck auf ein Blitz-Trainingslager verzichtet. „Eine kluge Entscheidung“, fand Grindel.

Dass die Rückkehr der Fanszene auch klug ist, meint Schatzschneider - früher größter Kritiker der Ultra-Gruppen: „Ich will nicht, dass alle Kind-muss-weg rufen. Wir sind froh, dass alle ins Stadion kommen.“ Die Stimmung wird besser, haben die Ultras versprochen. Beim Thema Pyro „tun mir die Strafen immer ein bisschen weh, wenn einer hustet oder so ein Ding hochhält“, sagte Schatzschneider in Richtung DFB-Schatzmeister.

Die Hauptsache bei 96 ist erstmal, dass Frontzeck die Brandherde bei 96 löscht. „Für mich ist er ein typischer Feuerwehrmann“, meinte Grindel. Schatzschneider hofft „auf eine offensive Aufstellung“ gegen Hoffenheim. An Relegation „gegen die verbotene Stadt will ich nicht denken, ich will gar nicht an die Relegation denken. Ich vertraue mal dem neuen Trainer.“ Delling schlägt den Frontzeck-Effekt mit neuem Selbstbewusstsein vor, „ähnlich wie bei den Bayern, dass man sagt, wir sind Hannover, das wird schwer gegen uns“. Nicht alles, aber sehr vieles wird anders werden mit Frontzeck, Cherundolo und den Fans - damit 96 es packt! „Lass es uns einfach mal machen“, appellierte Schatzschneider, „wir gehen ins Stadion und wollen das Ding gewinnen.“


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