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Expertenrunde (v.l.): Dieter Schatzschneider, Martin Kind, Christoph Dannowskli, Waldemar Hartmann und Andreas Willeke.© Dröse

Nordkurve

NP-Anstoß: Sie wollen, dass Frontzeck bleibt

Ganz Hannover steht unter Spannung vor dem Saisonfinale! Abstiegskampf, alles entscheidet sich morgen gegen Freiburg. Auch das Saisonfinale beim 96-Talk der NP-Anstoß in der Nordkurve war gestern Abend spannend besetzt wie nie.

Hannover. Vor der Nordkurve feierten 300 Fans den größten „NP-Anstoß“ aller Zeiten open-air. Zur Hymne „96, alte Liebe“ live mit Dete Kuhlmann und Osssy Pfeiffer liefen 96-Boss Martin Kind, Kult-Moderator Waldemar Hartmann und 96-
Ikone Dieter Schatzschneider ein. Der perfekte Soundtrack für ein 96-Happy-End?

Der 96-Chef berichtete von der bisher eher „schwierigen Rückrunde“. Aktuell sei „Michael Frontzeck aber der richtige Trainer, für diese Situation und darüber hinaus ein guter Trainer“. Kind deutete damit beim NP-Anstoß erstmals deutlich an: Frontzeck darf bei 96 weitermachen, wenn er die Klasse mit der Mannschaft hält.

Verdient hätte Frontzeck den Erfolg, meint auch NP-Experte Andreas Willeke. Ihm „gefällt es großartig“, wie Frontzeck spielen
lasse: „Ein wenig so wie Mirko Slomka in guten Zeiten, weit nach vorne, vorne geht das Ding rein.“ Hartmann kennt Frontzeck persönlich gut: „Ich mag ihn, weil er ein Cooler ist, weil er Fußballsprech spricht.“ Auch Hartmann in diesem Fall: ein Kult-Moderator zum Gernhaben. Auch wie er den Fans den TV-Zoff mit Rudi Völler schilderte: „Irgendwann dachte ich, boah, ist das geil jetzt.“

Abstiegskampf fing gestern auf dem Podium an: Hier saß Schatzschneider, der die Verlierer-Bayern als „Pissmannschaft“ bezeichnet hatte – wegen des 1:2 in Freiburg. Zwei Sitze weiter saß der Bayer Hartmann, der sich persönlich angegriffen fühlte. „Es ist falsch, die Bayern zu kritisieren“, fand Hartmann, „Hannover und auch Wolfsburg sollten selbst ihre Hausaufgaben machen.“

Schatzschneiders Konter saß dann: „Ich seh das völlig anders. Ich kann mich dabei auch nicht entspannen. Ich möchte schon, dass die Spitzenmannschaft immer 100 Prozent gibt“, sagte Schatzschneider. Hartmann antwortete süffisant: „Wer würde nicht für Ana Ivanovic nach Mallorca fahren?“ NP-Experte Andreas Willeke schlichtete: „Man darf sich halt nicht an den Strand legen, wenn andere sich in der Liga abstrampeln.“

Wie Lars Stindl für 96 noch rackert, findet der 96-Chef „herausragend, ein Super-Spieler, er will nicht absteigen, und dieses Denken überträgt er auf die Mannschaft“. Wenn sich Hartmann anschaut, „wer sich bei Jogi schon das Trikot mit dem Adler angezogen hat, dann muss der Stindl fünf Sterne kriegen“. Ab Sonntag, sagt Kind, „werden wir analysieren, die Trainerentscheidung und andere Entscheidungen treffen. Fehlentscheidungen können wir uns nicht leisten“, erklärt Kind.

Zum Glück folgt am Sonnabend die Praxis. Und vorher die Tipps fürs Saisonfinale! „Ich bin kein Schleimscheißer, Paderborn gewinnt 3:0 gegen Stuttgart, und 96 spielt 1:1“, sagte Hartmann. „Das reicht“, rechnete Willeke, „ich bin sicher, 3:2 gehts aus und Sané köpft in der 85. Minute das entscheidende Tor.“ „1:0 mit dem Tor von Prib“, erklärte Schatzschneider. „Ich sage 3:1.“ Ein Kind, ein Wort!


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