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Die NP-Expertenrunde (v.l.): Dieter Schatzschneider, Jörg Sievers, Christoph Dannowski, Eduard Geyer und Andreas Willeke.© Dröse

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Nordkurve

NP-Anstoß: Geyer sieht viel Licht bei 96

Es ist immer noch eine der schmerzvollsten Erinnerungen der 96-Fans: 5. Juni 1997, Relegations-Rückspiel um den Zweitliga-Aufstieg. 96 in Cottbus, Stadion der Freundschaft. Es steht 1:1, 96 wäre damit aufgestiegen, als plötzlich das Flutlicht für zehn Minuten ausfällt. Nur Cottbus zieht daraus Energie und gewinnt noch 3:1. 96 am Boden. Natürlich wurde am Dienstag beim 86. NP-Anstoß in der Nordkurve (übrigens erstmals als Live-Stream auf Facebook zu sehen) nochmal tief in der nie verheilten Wunde gebohrt. 

Hannover. Schließlich war Eduard Geyer (71) zu Gast, damaliger Energie-Trainer.
Ob er den Schalter betätigt hätte? „Der kann sich doch gar nicht erinnern, war doch dunkel“, grätschte Dieter Schatzschneider dazwischen. Geyer blieb cool: „Nein, das war ein technischer Defekt, so was plant man nicht“, erzählte er und stellte klar: „Es war eure Unzulänglichkeit, warum ihr verloren habt!“ Damit hatte er wohl recht, aber auch nicht ganz ernst gemeinte Buhrufe aus der Nordkurve auf seiner Seite.

Als die Sprache auf Dynamo Dresden kam, Geyers Ex-Club als Spieler und Trainer und kommender 96-Gegner am Sonntag, wurde es nicht besser. „Ich habe mal geschaut: Wenn wir gegen 96 gewinnen, liegen wir vor euch“, merkte er an. „Deswegen haben wir Sie aber nicht hergeholt, dass sie uns das hier so vorrechnen“, stichelte NP-Experte Andreas Willeke sofort zurück. Geyer rettete sich mit einer 96-gefälligen Erfolgs-Prognose: „Hannover hat richtig gute Chancen, aufzusteigen. Und es ist so ungewohnt ruhig hier im Umfeld.“

Sieben Punkte aus drei Spielen – „das ist schon ein Superstart für uns“, weiß 96-Torwart-Legende Jörg Sievers. „Am Anfang weiß man ja nie, wo man steht, erst recht nicht in einer für uns ungeliebten Liga.“ Geyer findet, „dass der Abstieg vielleicht gar nicht so schlecht war für 96, für eine Neuorientierung, Dinge anders zu machen“.

Gezwungenermaßen musste sich 96 nach dem Abgang von Ron-Robert Zieler auf der Torwart-Position neu aufstellen. Alle sind zufrieden mit Philipp Tschauner als neue Nummer eins. „Der hat mich total überzeugt. Wenn man Enke und Zieler hier hatte, ist man natürlich etwas verwöhnt“, so Schatzschneider, der doch glatt seinen Sitznachbarn Jörg Sievers in der Aufzählung vergessen hatte.

Schatzschneider lenkte sofort geschickt ab und wunderte sich über den witzigen und sympathischen Auftritt Geyers. „Du warst doch früher immer so ein harter Hund!“ Wenn man was erreichen wolle, könne man eben „nicht auf guten Onkel machen“, erklärte Geyer. Ob sie als Spieler und Trainer damals zusammengefunden hätten?“, wollte Hannovers Ex-Stürmer noch wissen. „Ich weiß ja nicht, wie viel du mir geboten hättest“, konterte Geyer, der sich über die vielen 96-Insider-Informationen freute: „Ich werde gleich mal beim Dynamo-Trainer anrufen.“ Sein Tipp für Sonntag: 2:2!

 


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