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Quartett: Dieter Schatzschneider, Martin Andermatt, Christoph Dannowski, Wolfgang Grobe und Andreas Willeke.© Petrow

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Nordkurve

NP-Anstoß: Das philosophische 96-Quartett

Spitzenbesetzung bei Spitzenreiter-Fußball-Talk in der Nordkurve. 96-Aufrichtsrat Martin Andermatt saß zum ersten Mal auf der Bühne der Nordkurve.

Hannover. 96-Ikone Dieter Schatzschneider lobte den Macher im Hintergrund überschwänglich: „Er tut so viel für 96.“ Andermatt verriet: „Ich kenne Martin Kind schon seit zwölf Jahren.“ In diesem bewegenden Jahr war Andermatt bei 96 schon bei einem Manager- und einen Trainerwechsel mit beteiligt. „Das sind Entscheidungen, die im Team getroffen werden“, erklärte Andermatt.

Das 96-Team macht Hannover aktuell auch viel Freude. Anders ist die Stimmung östlich von Peine. Der Braunschweiger Ex-Profi Wolfgang Grobe spricht schon von „Angst vor dem neuen Spitzenreiter, die haben nach dem Trainerwechsel einen Schub bekommen“.

Den Schub an die Spitze mit zwei Siegen unter dem neuen Trainer André Breitenreiter erklärte Schatzschneider: „Nach vorne laufen und hinten Land unter, scheint endlich vorbei zu sein.“ Andermatt lobte vor allem die Spieler: „Man kann den Manager und den Trainer wechseln, aber die Spieler waren es, die dem Druck standgehalten haben.“

Am Beispiel der neuen Stabilität macht NP-Experte Andreas Willeke den Sprung nach oben fest: „Ich bin ja schon froh, dass es zur Halbzeit 0:0, nicht 0:1 wie früher. Und vorne ist Niclas Füllkrug auch einer, der regelmäßig treffen kann, vorher hatte 96 nur Martin Harnik.“

Breitenreiter ist als Trainer der neue Stabilisator bei 96. „Er weiß, wie eine Mannschaft anfasst“, sagt Schatzschneider. „Es spielt die gleiche Mannschaft zweimal hintereinander, das zeigt ja schon, dass da was zusammenwächst.“ In Würzburg „gewinnen wir 2:0“, gaubt Schatzschneider deshalb. „Wir gewinnen morgen, das ist mal den Entscheidende“, versicherte Andermatt, der keinen Ergebnistipp abgeben möchte. „Wir gewinenn alles, dann müssen wir nicht mehr rechnen.“

Der Braunschweiger und Bayen-Scout Grobe bekam sogar Applaus, als er die Bühne betrat. Grobe rechnete das Derby-Ergebnis am Ostersonnabend auch schon aus: „Die Braunschweiger kommen so gefestigt her, die wollen das Spiel hier gewinnen. Aber Hannover gewinnt 2:0 gegen Braunschweig.“ Schatzschneider macht sich „da nix vor, wenn wir das gewinnen, da ist für uns in Hannover die Welt in Ordnung, Erster sein und Braunschweig schlagen.“ Willeke beklagte „dieses Glück, dass die Braunschweiger immer haben“. Adermatt hat sich „schlau gemacht über das Derby, das ist auch historisch geprägt. Aber ich wünsche mir da positive Emotionen.“

Schatzschneider wäre schon wohler, wenn 96 schon für die Bundesliga plant: „Die nächste Bundesliagsaison wird megahart. Wir brauchen unbedingt Verstärkugen. Ich hab jetzt schon gesagt, wenn wir in die Relegation spielen gegen einen Bundesligisten, dann fressen die uns auf.“ Also besser Erster bleiben – oder eben Zweiter werden.

Alle Fragen geklärt? Nein. Schatzschneider ist es „immer noch ein Rätsel, wie ein Mensch so viel arbeiten kann wie Martin Andermatt.“ Andermatt gab die Antwort: „Für mich ist das doch eine Herzensangelegenheit.“ Dem Braunschweiger Grobe „fehlte da bei 96 immer die Linie, aber ich vermute, der Martin wird das regeln“. Der Schweizer in Hannover erklärte alles in aller Ruhe, gaaaanz langsam. „Wenn ich so langsam rede, habe ich mehr Zeit zum Nachdenken.“ Das ist dann auch geklärt.


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