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Nordkurve

NP-Anstoß: Aufstiegsdiplomatie mit Knallgöwer

Das wird der Knaller. Und wer sollte das besser beurteilen können als Karl Knallgöwer, pardon: Allgöwer. Der Vizeweltmeister von 1986 und deutsche Meister mit dem VfB Stuttgart 1984 war am Donnerstag Stargast beim NP-Talk vorm Zweitliga-Gipfeltreffen am kommenden Montag: Tabellenführer VfB empfängt den Dritten 96.

Hannover. Und, wie geht’s aus, Herr Allgöwer? „Die Schwaben sind ein begeisterungsfähiges Volk, da sind 60 000 verrückte Leute. Ich denke, Hannover macht ein richtig starkes Spiel und verliert unglücklich 1:2.”

Die Runde in der „Nordkurve” war sich grundsätzlich einig, dass Stuttgart und Hannover am Ende dieser Saison in die erste Liga zurückkehren. Fragt sich nur, wie? Bei 96 knirscht es mehr als beim VfB. „Unsere Probleme liegen im hinteren Bereich”, weiß Torjäger-Ikone Dieter Schatzschneider. Und Pokalheld Karsten Surmann sieht, „dass sich die Mannschaft immer noch nicht gefunden hat”. Surmann erklärte: „Zum Aufstieg brauchst du nicht 32 Spieler, sondern 15 bis 16 – und die musst du schnellstens finden.”

Beim Thema Salif Sané waren die beiden 96-Legenden auch einer Meinung. Surmann: „Ich halte ihn für unverzichtbar.“ Schatzschneider noch euphorischer: „Auf jeden Fall, um Gotteswillen – es ist unverständlich, auf so einen zu verzichten.” Über das Saisonziel gibt es für Schatzschneider keine zwei Meinungen: „Es war noch nie so einfach aufzusteigen. Ich glaube an 96, aber so, wie ich es mir vorgestellt hatte, läuft es nicht.” Trotzdem lässt er auf Trainer Daniel Stendel nichts kommen: „Er ist erst ein halbes Jahr hier – dafür macht er das sehr gut.”

Ex-Stürmer Schatzschneider nimmt seine Nachfolger bei 96 in die Pflicht: „Wichtig ist, dass man einen wie Stuttgarts Terodde hat, der viele Tore schießt. Harnik und Karaman haben ihr Soll erfüllt, Füllkrug und Sobiech noch nicht.”

Apropos Harnik: Schatzschneider schwärmt von ihm und seiner „Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor”, Allgöwer sieht es ein bisscher nüchterner: „Als Harnik zum VfB kam, war er ein Gewinn, das letzte Jahr verlief etwas unglücklich.” Harnik sei „besser aufgehoben in einer Mannschaft, die oben mitspielt”. Also sei er „ein guter Einkauf für Hannover”. Zu den Gerüchten, dass Harnik angeblich 100 000 Euro im Monat bei 96 verdiene, sagte Surmann: „Wenn er uns in die Bundesliga schießt, kann er auch das Doppelte verdienen.” Er tippt im Übrigen auf ein 2:2 beim VfB. Surmann nahm sich auch 96-Geschäftsführer Martin Bader zur Brust. „Vor einem Jahr hat er gesagt, wir tun alles, damit wir nicht absteigen. Jetzt sagt er, wir tun alles, damit wir wieder aufsteigen. Hoffentlich hat er diesmal recht.“

Schlusswort Allgöwer an die Fans in der „Nordkurve“: Nach der unglücklichen Niederlage in Stuttgart „schießt sich 96 den Frust mit einem 4:0 gegen Sandhausen von der Seele”. Frohe Weihnachten!


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