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Expertentalk: Dieter Schatzschneider, 96-Medienchef Alex Jacob, Moderator Christoph Dannowski, "Fußballgott" Carsten Linke und NP-96-Experte Andreas Willeke.© Petrow

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Anstoß vom 19. Januar

Hier wird 96 stark geredet - mit Videos

Neues Jahr, neuer Talk in Hannover Fußballkneipe Nummer eins „Nordkurve“. Donnerstagabend machte sich die prominent besetzte Runde im „Anstoß live – der 96-Talk“ Gedanken über den Rückrundenstart. 154 Gäste folgten der spannenden Runde, in der es um viele Verletzte, die aktuelle 96-Form und den harten Job von Sportchef Jörg Schmadtke ging.

Hannover. „Jörg Schmadtke hat den härtesten Job“, verriet 96-Sprecher Alex Jacob, „er sitzt zurzeit auf dem Behandlungsstuhl beim Zahnarzt.“ Schmerzhaft trifft 96 aktuell die Verletztenmisere. Jacob machte den Gästen Mut, vor allem bei Moa Abdellaoue: „Er hat mit der Mannschaft trainiert, er wird spielen.“ Trotzdem sieht NP-Redakteur Andreas Willeke in der aktuellen Verletztensituation „auf jeden Fall das Problem“.

Ein schwieriges Thema, die vielen Ausfälle bei 96 in der Vorbereitung. „Fußballgott“ Carsten Linke erinnerte sich „an den harten Schlauch in jedem Trainingslager“ und vermutet, dass bei den aktuellen 96-Spielern in der Pause „nach dem sensationellen Jahr ein bisschen die Stresshormone abgebaut wurden“.

Bei dem Wort Trainingslager dachte 96-Torlegende Dieter Schatzschneider wieder nur „an harte Arbeit, das war nicht so mein Ding“. Erst recht nicht, weil Schatzschneider immer „mit 96 in Herzlake war, wo die Düsenjets drübergeflogen sind“.
 Ernst steht es aber aktuell um die Form bei 96. „Die Testspielergebnisse kann man zwar in die Tonne kloppen“, glaubt auch Willeke, „aber es fehlt bei den Verletzten die zweite Reihe, da ist es ein bisschen dünn.“
 Eine Verstärkung des Kaders steht unmittelbar bevor. Schatzschneider will aber „auf gar keinen Fall einen Spieler, der wieder vier Millionen Euro kostet“. Slomka hatte eine schnelle Verstärkung gefordert, Schmadtke bremst die Erwartungen. Verstehen sich die beiden überhaupt? „Sie sind unterschiedlich, aber haben 96 in die erfolgreichste Zeit geführt“, weiß Willeke, „warum sollte das nicht auch in Zukunft so sein?“

Beide sind dem Präsidenten Martin Kind lieb und teuer, betont Schatzschneider – trotz Kinds Kritik an die beiden bei einem Auftritt in Barsinghausen: „Erstmal darf unser Präsident alles sagen. Punkt. Aus.“ Er findet, dass „aus der Mücke in Hannover ein Elefant gemacht wurde. Schmaddi und Slomka haben gute Arbeit geleistet. Feierabend.“

Weil Carsten Linke im Management bei 96 unter Ralf Rangnick gearbeitet hat, wusste er zu berichten, „dass Trainer und Manager häufig eine andere Vorstellung von Zeit haben“. Trainer wie Slomka „fordern immer, das ist normal“.
 Bis zum Hoffenheim-Spiel werden nicht mehr viele Verletzte gesund oder neue Spieler gekauft werden.

„Hört mir auf damit“, fordert Schatzschneider, „wir müssen doch in Hoffenheim nicht rumeiern, warum sollten wir die nicht schlagen? Hoffenheim ist doch nicht Bayern München.“ Da widersprach niemand. Im Gegenteil: Applaus für den „Langen“. Er legte nach: „In einem  Monat haben wir Brügge geschlagen.“


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