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Expertenrunde mit Michael Frontzeck und Fredi Bobic.© Treblin

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Nordkurve

Hannover 96: Spitzenbesetzung beim Anstoß

Der Spitzenreiter
kommt. Die Spitzenbesetzung beim Anstoß, dem NP-Talk in der Nordkurve, passte am Mittwoch zum nächsten 96-Gegner Dortmund.

Hannover. Fredi Bobic war früher Topstürmer bei der Borussia und bei 96. „Eine schöne, intensive Zeit“, sagte er.
Seine Prognose hat Gewicht. „Der Vorteil für 96 gegen Dortmund kann sein, dass alle bei den Nationalmannschaften waren“, sagt Bobic, „aber das ist schon eine richtig gute Mannschaft.“ Ob Bobic nicht nur ein guter Stürmer, sondern auch ein passender 96-Manager wäre? Der 96-Trainer findet, schon. „Er hat in Stuttgart einen guten Job gemacht“, lobte Michael Frontzeck.

96 kam schwer in den Bundesliga-Alltag. „Wir gehen jetzt durch eine harte Schule, ganz klar“, sagte Frontzeck. Das 0:3 in Mainz „war gar nix“, betonte NP-Redakteur Andreas Willeke, der gern mehr vom neuen 96 sehen will: „Man hat junge Leute geholt und Qualität versprochen, aber die Art und Weise, wie 96 spielt, verschreckt die Leute.“ Nach dem Fehlstart warb Frontzeck um Geduld: „Diese Mannschaft braucht Zeit.“ Und er erklärte, warum 96 bei Stürmer Claudio Pizarro nicht zuschlug: „Er hat deutlich gesagt, dass er innerhalb Deutschlands nur nach Bremen wechselt. Aber ich bin mal gespannt: Spielt er, sitzt er dort auf der Bank?“

Frontzeck und Bobic bildeten ein Klasse-Duo auf der Bühne. Den Job als Manager würde Bobic schon annehmen, „aber es liegt nicht in meiner Hand“. Er werde sich „nicht öffentlich bewerben“. Aber seine Visitenkarte gab er beim Anstoß schon mal ab. Der Job als Manager habe „nichts mit Außendarstellung zu tun“, sagte Bobic, „das ist ein harter Job“.

Auf Frontzeck kommt vor dem Dortmund-Spiel viel Arbeit zu: „Ich mache mich ja nicht zum Affen und sage: Wir nageln Dortmund jetzt mal weg.“ Bobic und Schatzschneider waren sich einig, dass Frontzeck Zeit bekommen soll. Bei Schatzschneider hat der Trainer „einen gut, weil er 96 gerettet hat“. Bobic berichtet aus Erfahrung, „dass man ein Jahr einkalkulieren muss für einen neuen Spieler, es sei denn, sie heißen Alonso oder da Costa“.

Die neuen 96-Spieler heißen Uffe Bech, Charlie Benschop oder Mevlüt Erdinc. Bobic nannte ein Beispiel aus Stuttgart, wo sich Geduld ausgezahlt hat: „Ich habe Kostic ein Jahr lang gejagt, dann hat er nicht gespielt, und jetzt will man 20 Millionen für ihn zahlen.“ Frontzeck spielte den Doppelpass mit Bobic weiter: „Einen Spieler ein Jahr zu jagen oder einen Transfer vier Monate vorzubereiten, so stelle ich mir das vor.“ Mit Bobic? Das wird dann jemand anders entscheiden, weiß Schatzschneider: „Martin Kind hat oft ein gutes Näschen bewiesen.“

Gestern roch es schon ein wenig nach einer passenden Lösung für 96. Bobic wünschte „Micha und seiner Mannschaft, dass sie zusammenwächst, vielleicht hilft schon ein Überraschungserfolg gegen Dortmund“. Frontzeck traute sich sogar einen Tipp zu: „Wir werden 1:0 gewinnen.“ Mutig! „Ich wünsche euch den Sieg“, sagte Bobic. Da waren sie sich wieder einig.


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