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Dieter Schatzschneider (56), Thorsten Meier (50), Christoph Dannowski (49), Marco Hagemann (38), Andreas Willeke (57).© Petrow

NP-"Anstoß"

"Es gibt keine Alternative zu Korkut"

Wer rettet 96? Das ist die Frage, die Hannover bewegt. Und das war auch das Thema beim NP-Talk „Anstoß live“ Mittwoch Abend.

Hannover. Daran, dass die Partie morgen gegen Hertha richtungsweisend wird, besteht kein Zweifel. „Die Heimspiele sind unabdingbar wichtig“, meinte Länderspiel-Kommentator Marco Hagemann von RTL. „Natürlich wünschen wir uns alle, dass wir Hertha einfach mal so abschießen. Aber ob das gelingt, weiß ich nicht“, sagte Dieter Schatzschneider, und NP-Redakteur Andreas Willeke warnte: „Herha spielt im Moment Mistfußball, aber sie gewinnen.“

Gewinnen müsste 96 endlich mal wieder, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Doch wer rettet 96? Tayfun Korkut soll es richten. Vereinsboss Martin Kind hält weiterhin zum Trainer. „Ich bewundere, dass Martin Kind so viele Nerven hat, das durchzuziehen. Ich könnte das nicht“, schildert Schatzschneider, der die Unterstützung der Spieler für den Coach sieht: „Nach dem 0:2 wäre es ein günstiger Zeitpunkt gewesen, den Trainer loszuwerden …“

Wenn es gegen die Berliner doch schiefgehen sollte, bedeute das noch lange nicht das Ende von Korkut bei 96, meint Stadionchef Thorsten Meier: „Es gibt keine oder nur schwerlich Alternativen zu Tayfun.“

Beachtlich sei die Zuschauerzahl fürs Kellerduell morgen. Nur noch knapp 4000 Tickets sind zu haben. „Mir wäre es am liebsten, die Kind-muss-weg-Rufer würden einfach wegbleiben. Er hat 96 zu dem gemacht, was es jetzt ist“, sagte Schatzschneider. Und TV-Mann Hagemann weiß: „Es muss sich jeder bewusst machen, dass Fans auch Spiele entscheiden können.“ Damit die Stimmung besser wird, sei 96 in der Fan-Frage in die Offensive gegangen, schilderte Meier. „96 hat eine viel aktivere Rolle eingenommen als noch vor ein paar Monaten“, so der Stadionchef, der allerdings wenig Neues berichten konnte - nur vom guten Willen des Vereins: „Wir sprechen sehr viel. Man muss die Menschen dahinter verstehen. Es gibt Gründe, warum was wann passiert.“

Bei der Frage, wer die rettenden Tore schießen soll, überlegte Schatzschneider nicht eine Sekunde. „Didi ist mein Mann“, meinte er und forderte genauso wie für Christian Pander und Jan Schlaudraff einen Startelfplatz für Ya Konan gegen Hertha: „Er hat in Frankfurt gut gespielt.“ Vor allem gekämpft hatte der 30-Jährige. „Mit seinen kaputten Knien wird er vermutlich nie wieder der Alte. Aber seinen Biss wünsche ich mir manchmal auch von Joselu“, meinte Willeke über die Stürmerfrage. Der Spanier im 96-Angriff ist Hagemann „zu leise. Der trägt keine Mannschaft.“

Wie weit Sorgen um den Sturm einen Ex-Torjäger treiben können, schilderte Schatzschneider. „Ich hatte Alpträume, dass der Chef zu mir sagt, du spielst jetzt wieder“, so der Fanliebling, „dann habe ich mich gefragt, wie ich 30 Kilo loswerde. Als ich aber im Schlaf gesehen habe, wer mein Trainer war, dachte ich, dass ich es schaffen kann.“ Und wer erschien Schatzschneider? „Es war Felix Magath.“


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