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Thank You, Steve: Cherundolos WM-Einsatz bedeutet für Hannover 96 bare Münze.

Thank You, Steve: Cherundolos WM-Einsatz bedeutet für Hannover 96 bare Münze.© afp

Vereinsfinanzen

WM bringt Hannover 96 Geld für Elson

WM-Fahrer füllen Kasse von Hannover 96 auf: Fast 100.000 Euro gibt es für die Einsätze von Cherundolo, Eggimann und Durica. Hilft das beim Elson-Transfer?

Von Thorsten Langenbahn

Hannover. Aus 96-Sicht wars ein Höhepunkt der WM: Mario Eggimann kommt gegen Spanien in der Nachspielzeit aufs Feld, klärt im Sechzehner dreimal mit dem Kopf, feuert seine Schweizer Mitspieler entschlossen an und jubelt ausgelassen über den 1:0-Überraschungssieg. Es blieb zwar der einzige Einsatz des 29-Jährigen, aber trotzdem zahlt sich die Südafrika-Reise des Innenverteidigers für 96 aus.

1800 Dollar pro Tag – umgerechnet rund 1400 Euro – zahlt die FIFA laut 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke für jeden WM-Spieler. In Eggimanns Fall macht das vom Tag des Eröffnungsspiels bis zum Vorrundenaus 21.000 Euro, dazu gibts für die zweiwöchige Vorbereitung noch einmal 19.600 Euro – zusammen bringt das 40.600 Euro.

Als Achtelfinalist hat Steven Cherundolo 42.000 Euro für 96 erwirtschaftet. Sogar für Jan Durica, im Achtelfinale mit 1:2 an den Niederlanden gescheitert, gibts noch eine Abstellungsgebühr, weil der slowakische Innenverteidiger bis zum 30. Juni an 96 ausgeliehen war. „Für ihn gibts anteilig was“, sagt Sportdirektor Schmadtke. Duricas letzte zwei Klubs Saturn Ramenskoje und Lokomotive Moskau dürfen sich ebenfalls über jeweils knapp 15.000 Euro freuen.

„Das Geld nehmen wir natürlich gerne“, sagt Schmadtke. Für August, spätestens für September, rechnet er mit dem Eingang der FIFA-Gelder in Höhe von fast 100.000 Euro auf dem 96-Konto. Damit liegt Hannover im Bundesligavergleich im Mittelfeld.

Spitzenverdiener sind wieder einmal die Bayern, die für ihre zwölf WM-Fahrer mehr als 650.000 Euro kassieren. Hinter Wolfsburg und Hamburg liegt Stuttgart auf dem vierten Rang – fast 370.000 Euro bringen dem VfB seine sieben WM-Spieler ein.

Fürs Feilschen um Elson scheint das allerdings keine Rolle zu spielen. „Unverändert“ sei der Stand bei den Verhandlungen um den brasilianischen Spielmacher, so Schmadtke. „Es gibt noch keine Einigung“, erklärt der 46-Jährige. Elson selbst erwartet noch in dieser Woche eine Einigung. „Ich denke, bis Dienstag ist alles fertig“, sagte er gestern.

Schmadtke rechnet dagegen noch „mit dem einen oder anderen Gespräch, auch hausintern“. Heißt: Er muss 96-Chef Martin Kind um mehr Geld bitten, da sich die Stuttgarter mit einer Ablöse von weniger als einer halben Million Euro nicht anfreunden. Da kommen die FIFA-Moneten gerade recht.


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