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© Ulrich zur Nieden

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Hannover 96

Neue Fans im Ultra-Block

Die „Ultras Hannover“ sind weg, vorerst - abgewandert aus dem Block N 16/N 17 zu den Spielen der 96-Amateure in der Regionalliga. Wie wird die Stimmung gegen Schalke?

Hannover. Im Ricklinger Beekestadion feiern die Ultras jetzt ihre Partys. Gut für die Atmosphäre in der HDI-Arena, sagen die einen, schlecht für die Stimmung, sagen andere. 96-Chef Martin Kind hofft auf eine neue Fröhlichkeit - mit den Ultras habe er „eine aggressive Stimmung gespürt“.

Gegen Schalke am Sonnabend wird die frühere Ultra-Festung in der Nordkurve voll besetzt sein, auch ohne die früheren Bewohner. 96 fehlen zwar durch die Flucht der Fanszene 550 Dauerkartenbesitzer. Diese Tickets, mittlerweile an feste Sitzplätze gekoppelt, gingen aber im Tagesverkauf weg, wie Stadionchef Thorsten Meier erklärte.

Ihm sei keine bestimmte Gruppe bekannt, die den früheren Fanblock gewissermaßen erobern möchte: „Es gab immer Anfragen für Karten im Norden, jetzt waren einige Plätze mehr frei.“

Eine dauerhafte Verkaufsoffensive für die Ultra-Plätze hat 96 nicht gestartet. Durchaus ein Zeichen dafür, dass der Klub die Sitze für die Fanszene freihält, sollte sie doch irgendwann zurückkehren zum Profifußball. Während der Hinrunde wird das wohl nichts mehr mit dem Burgfrieden zwischen 96 und Ultras, aber mit dem Verkaufsbeginn der Rückrundendauerkarten im Oktober könnte die Fangruppe wieder zugreifen. Dann könnten die Ultras (etwa 150 Fans) und die Szene wieder die Plätze besetzen. Ob man es mag oder nicht: Fahnen, Gesänge, Lautstärke - von allem wirds ein bisschen weniger geben gegen Schalke. Eine neue Stimmung kann sich aber entwickeln.

Die Empörung von Fans über den Verkauf von Tickets an einen Sponsor dürfte sich bald legen - der hatte Dauerkarten für Block N 16/N 17 für die Mitarbeiter angefragt und bekommen. 15 Tickets gingen auf diese Weise weg, so Meier, eine überschaubare Menge.

96 hat neue Gespräche mit den Fangruppen angekündigt. „Sie müssen sich an Regeln halten“, erklärte Kind, „Gewalt ist inakzeptabel, Pyrotechnik ist verboten, und Rassismus oder Rechtsextremismus dulden wir nicht.“ Bei dem letzten Punkt galten die Ultras bisher eher als Schutz vor einer rechtsextremen Szene. 24 000 Dauerkarten hat 96 vor der neuen Saison verkauft. Das sind knapp 1000 weniger als vor einem Jahr: Die 550 aus der Fanszene fehlen nun. Das Schalke-Spiel wird trotzdem ausverkauft sein. Mit guter Stimmung? Man wird es hören.


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