Konstantin Rausch© Ulrich zur Nieden
Hannover. Sie sind Play-Station-Champion im Fußball. Spielen Sie sich selbst?
Ein paarmal schon, mit 96 und den Gegnern in der Europa League. Ansonsten spiele ich meistens mit Barcelona.
Seit dem Aus in Europa scheint es, als hätte jemand das Stromkabel bei 96 gekappt. Ist der Eindruck richtig?
Nein, meiner Ansicht nach nicht. Die Enttäuschung war riesig, klar. Man sieht, dass wir ein bisschen müde sind. Aber die erste richtig belastende Saison haben wir gut gemeistert.
Die meisten Spieler haben ihre Verträge verlängert. Und Sie?
Es ist sehr wichtig, dass sich jetzt alle zu 96 bekannt haben. Lars Stindl zuletzt, zuvor ja schon Emanuel Pogatetz, Manuel Schmiedebach, Jan Schlaudraff und Christian Pander, super so.
Wo bleiben Sie?
Es war viel zu tun für den Verein, es gab viele Vertragsgespräche. Ich werde schon nicht zu kurz kommen.
Wann sind Sie dran?
Ich will diese Saison gut zu Ende spielen, bevor wir über den Vertrag reden. Es gibt keine Eile. Nach Lautern haben wir Urlaub, man kann alles sacken lassen und sich in Ruhe Gedanken machen.
Sie haben 119 Bundesligaspiele, wenn es Angebote anderer Vereine gäbe...
Ich bin fast neun Jahre hier, mir liegt der Verein am Herzen, ich habe hier etwas mit aufgebaut. Der Verein ist auch mein Verein. Mir würde es schwerfallen, das alles hier aufzugeben. Die Gespräche werden kommen und man wird sich einigen.
Ein Wechsel ins Ausland?
Ich kenne nur die Bundesliga und ich fühle mich wohl. Ich meine übrigens, dass alle unterschrieben haben, weil der Erfolg da ist. Es ist möglich, einige Schritte mehr zu gehen. Wir wollen die Qualifikation für die Europa League schaffen. Vielleicht geht es irgendwann in die Champions League.
Die Champions League schon im Kopf?
Wir machen gerade die ersten Schritte dahin. Und zwar dadurch, dass mit wichtigen Spielern verlängert wird. Das hat der Verein geschafft.
Können Sie die Kritik an Ihrem Offensivspiel nachvollziehen?
Wer kein Risiko geht, kann auch keine Tore schießen. Es ist nicht wichtig, ob einem was nicht gefällt oder ob meine Note nicht so gut ist. Wichtig ist, es immer zu versuchen und der Mannschaft zu helfen.
Die Mannschaft bleibt ja nicht zusammen bis ins Altherrenalter. Geht man sich nicht irgendwann auf den Geist?
Überhaupt nicht. Wir verstehen uns alle super. Jörg Schmadtke hat super Arbeit geleistet. Er hat Spieler geholt, die gut zu denen passen, die schon da sind. Der Manager macht das richtig gut mit dem Trainer zusammen.
Ein Plädoyer dafür, dass beide lange bei 96 bleiben?
Kann man so sagen, ja.
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