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Trainer Schaaf

Hannover 96: "Wir können das noch irgendwie drehen"

Endzeitstimmung in Hannover: Die wütenden Fans warfen mit Plastikbechern, einige forderten sogar wutentbrannt die Trikots der 96-Profis.

Hannover. 96-Kapitän Christian Schulz jedenfalls mochte schon gar keine Durchhalteparolen mehr hervorkramen: "Besonders die zweite Halbzeit war unwürdig. Wenn man so spielt, hat man auch keine Punkte verdient." Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff durften die 40.600 Zuschauer noch vage auf den ersten Heimsieg unter der Regie von Schaaf hoffen. Doch die Kölner Führung durch den früheren 96-Profi Leonardo Bittencourt (43.) traf die Platzherren ins Mark. Der Mittelfeldspieler war in der 61. Minute erneut für die Gäste erfolgreich, danach war der Widerstand der Norddeutschen weitgehend gebrochen.

Genau diese Einstellung war es, die Schaaf sichtlich ärgerte: "Da haben wir nicht die Gegenwehr aufgezeigt, die nötig gewesen wäre", sagte der Coach, bevor er seinen eigenen Durchhaltewillen verbal untermauerte: "Ich glaube fest daran, dass wir diese Situation noch irgendwie drehen können." Ron-Robert Zieler konnte die hilflosen Bemühungen seiner Vorderleute nur aus der Torwartperspektive beobachten. Dennoch fiel es dem Weltmeister schwer, nach dieser erneuten Enttäuschung wieder zur Tagesordnung überzugehen. "Es ist kaum noch in Worte zu fassen. Wir können den Schalter einfach nicht umlegen, ein absolutes Desaster", klagte der Schlussmann.

Herr Schaaf, halten Sie es nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln wirklich noch für möglich, den Abstieg mit Hannover 96 zu vermeiden?

Ja, ich gehen meinen Weg weiter und glaube fest daran, dass wir das noch irgendwie drehen können. Auch wenn wir gegen Köln natürlich eine weitere Möglichkeit verpasst haben, unsere Situation zu verbessern.

Aber führt ihr Weg nach acht Niederlagen in neun Spielen nicht in eine Sackgasse? Was können Sie konkret noch tun?

Ich habe schon eine Menge rund um die Mannschaft verändert, nun werde ich eben noch einmal etwas verändern. Wir sind selbst schuld an unserer Situation, aber wir dürfen nicht aufgeben. Dass wir es auch gegen Köln nicht auf die Reihe gekriegt haben, ist natürlich mega-enttäuschend.

Was haben ihre Spieler in dieser Partie konkret falsch gemacht?

Wir haben ordentlich begonnen, aber wieder ein Gegentor bekommen, was so nicht fallen darf. Wir sind auch mehr gelaufen als die Kölner, aber das allein reicht nicht. Später haben wir dann nicht immer die Gegenwehr aufgezeigt, die nötig gewesen wäre.

Der Unmut unter den Anhängern von Hannover 96 ist naturgemäß groß, die Spieler wurden nach der Niederlage im Stadion hart angegangen. Wie sehen Sie das?

Ich kann den Frust der Fans natürlich verstehen. Es tut mir auch sehr leid, dass wir im Moment nicht mehr liefern können.


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