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Sané rein: Hotaru Yamaguchi macht für Salif Sané Platz. Das finden die Fans richtig gut.

Bundesliga

Hannover 96: Schaaf will was in Gang bringen

Drei Spiele, kein Punkt – „man wünscht sich eine andere Situation“, meint Thomas Schaaf. Der 96-Toptransfer des Winters weist vorerst nur Ergebnisflops vor. Das wurmt den Trainer, aber auch die 96-Fans sind nicht mehr mit allen Entscheidungen einverstanden – bei zwei Auswechslungen gabs Pfiffe.

Hannover. Fan-Jubel allerdings noch beim ersten, schnellen Wechsel. Der überforderte Hotaru Yamaguchi musste gehen, Salif Sané kam (35.) und wurde wie ein Heilsbringer begrüßt. Dass Sané als einer der besten 96-Spieler der Hinrunde nicht in der Startelf gestanden hatte, begründete Schaaf mit schwachen Trainingsleistungen. Leisten kann sich 96 allerdings in der derzeitigen Krise den Verzicht auf den 1,96-Meter-Profi kaum.

Murren dann beim zweiten 96-Wechsel – Andre Hoffmann musste seine zentral-defensive Position und den Platz verlassen. Der ganz schwache Manuel Schmiedebach bekam den Hoffmann-Job, Artur Sobiech übernahm den Schmiedebach-Posten (63.). Dabei ging es Schaaf darum, „mehr Sicherheit in der Defensive und mehr Präsenz in der Offensive“ zu erreichen.

Laute Pfiffe sogar, als Uffe Bech für Kenan Karaman den Platz räumen musste (68.). Bech war zwar auch nicht viel gelungen, aber wenn einem etwas gelingen sollte, dann dem kleinen, spritzigen Dänen – das zumindest war der Eindruck. Schaaf wechselte, „weil ich etwas im Spiel in Gang bringen will“.

Nicht schlechter, aber auch nicht besser als die Kollegen machte es der neue Innenverteidiger Alexander Milosevic.
Der Trainer schraubt weiter an seinem Team. Überraschend seine Aussage „Wir spielen nicht mit Raute“. Danach sieht es aber aus. Nicht jeder Spieler scheint zum Posten zu passen, Schmiedebach etwa mit der Spielmacherrolle überfordert. Schaaf „weiß, dass sich nicht jeder total wohlfühlt, aber wir müssen gucken, was wir mit dem Kader realisieren können“. Der Trainer will dabei selbstkritisch sein. „Ich bin total reflektiert“, sagt Schaaf, „im Moment finde ich aber keine Ansätze, wo ich eine Wahl gehabt hätte, etwas völlig anders zu machen.“

Die letzte Hoffnung ist Hiroshi Kiyotake. Der Spielmacher soll morgen wieder trainieren – und vielleicht schon am Sonnabend in Dortmund spielen.

Andreas Willeke


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