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Bundesliga

Hannover 96: Schaaf macht Feuer

Wo man auch hinhört, das Spiel gegen Mainz ist für viele Fans ein Schicksalsspiel: Wenn 96 die Partie nicht gewinnt, dann steigt man ab – so scheint es. Der 96-Trainer denkt aber nicht so. „Die generelle Situation hat sich nicht verändert“, sagt Thomas Schaaf, „ein Spiel allein macht es nicht aus.“ Nach fünf Niederlagen in Serie benötigt 96 jedoch einen Sieg, um nicht ganz den Anschluss zu verlieren. Die Lücke zu den Nichtabstiegsplätzen ist mit sieben Punkten bereits sehr breit.

Hannover. Die Notlage lässt die Spieler nicht kalt. „Eine Schwere liegt auf der Mannschaft“, hat 96-
Geschäftsführer Martin
Bader erkannt. Schaaf sieht eine Aufgabe darin, „die Glocke wegzusprengen, die darüberliegt“. Dieses Gefühl der Ohnmacht, die Sieg-losserie endlich zu beenden – das ist das Ziel fürs morgige Spiel.

Der Mainzer Trainer sieht sogar eine Gefahr für seine deutlich besser platzierte Mannschaft. „Teams, die hinten stehen und erwachen, knallen sofort durch die Decke“, warnt Martin Schmidt, „deshalb müssen wir sehen, dass der Funken nicht überspringt.“

Genau das ist aber Schaafs Plan – er will der Mannschaft vermitteln, wie sie endlich zündet. Der Trainer ist zwar alles andere als ein typischer Feuerwehrmann, aber für ihn „gehört es dazu, dass man zwischendurch mal richtig reinfeuern muss, um dieses absolut Wache zu erleben“. Schaaf steht unter Feuer, „auch um zu sagen, wir werden überhaupt nicht aufgeben. Wir werden immer nachsetzen.“

Hat er den Spielern schon mal richtig Feuer gegeben? „Für das, was ich draufhabe, noch nicht so richtig. Aber in Ansätzen gab es das mal, da muss man sorgfältig mit umgehen.“

Alexander Milosevic, „ein aktiver Bursche, der genau aufgepasst hat“, was Schaaf ihm erklärt hat, wird morgen seine Bundesligapremiere feiern. Erst am vergangenen Dienstag hat der 24-Jährige erstmals mit 96 trainiert. Der neue Innenverteidiger „ist bereit, sich dieser Verantwortung zu stellen“, meint der Trainer. Mit Christian Schulz soll Milosevic das Abwehrzentrum sichern.

Neu als Linksverteidiger kommt Edgar Prib zum Einsatz. In die Mittelfeldraute rückt Uffe Bech. „Uffe ist schnell und technisch stark, er sucht die Eins-gegen-eins-Situation“, weiß Schaaf.

Grundsätzlich stört den 54-Jährigen, „dass wir unsere Qualität nicht ausnutzen“. Das vor allem in der Vorwärtsbewegung: „Wir verlieren zu schnell den Ball, handeln nicht entschlossen genug.“ Kurzum: „Gut vorbereitet, nachlässig abgeschlossen.“

Schaafs Ziel ist, „Spiel für Spiel besser werden“. Um die Hoffnung am Leben zu erhalten, sollte 96 morgen schon gut genug sein, um Mainz zu besiegen.


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