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Das Eilenriedestadion wird zur Talentschmiede von Hannover 96.© Petrow

NLZ

Hannover 96: Jubel über neue Talentschmiede

Millionenprojekt im Eilenriedestadion – das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) von 96 mit 5000-Zuschauer-Stadion, Nebenplätzen, Sporthalle und Sportinternat dort zu etablieren, kommt in der hannoverschen Ratspolitik, aber auch bei Fans und Klubwirt durchweg sehr gut an.

Hannover. SPD-Fraktionschefin Christine Kastning (SPD) sagte gestern: „Wir begrüßen es, wenn 96 damit in Hannover bleibt, und nicht in die Wedemark oder sonst wohin geht. 96 gehört nach Hannover.“ Kastning hofft, dass 96 und Stadt nun auch noch mit dem Hockey-Verein HCH Einvernehmen herstellen können.

Grünen-Chef Lothar Schlieckau sprach gestern außerdem von einer Lösung, mit der „alle leben können“. 96 könne nun die gesamte Vereinsbreite vom Leistungs- und Breitensport an einem Ort zusammen ziehen. „Ausdrücklich danke ich auch den Vereinen an der Stammestraße, dass sie da mitgegangen sind.“ Schön sei auch die Idee, so der Grünen-Fraktionschef weiter, die Vereinsgaststätte in Stadionnähe zu etablieren: „Damit haben die Fans noch einen weiteren Treffpunkt vor- und nach den Spielen“.

Zustimmung kommt ebenso von der CDU: „Wir brauchen in Hannover noch ein kleines, modernes Stadion neben der Arena für ein paar tausend Zuschauer. Das bekommen wir jetzt“, sagte Fraktionschef Jens Seidel. Wünschenswert sei, dass auch andere Vereine dieses Stadion mit nutzen. Der Verbleib im Eilenriedestadion sei die einzig richtige Lösung gewesen: „96 repräsentiert diese Stadt bundesweit im Fußball. Es wäre merkwürdig, wenn der Verein in die Wedemark gegangen wäre.“

FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke lobte ausdrücklich die Verwaltungsspitze, namentlich den Ersten Stadtrat Hans Mönninghoff. Ihm sei es gelungen, dieses für die Stadt so wichtige Projekt unter Beteiligung aller in Ruhe einzufädeln. „Alle sind glücklich und zufrieden.“ Fast noch wichtiger als die neuen Steine an der Eilenriede wird das Personal sein, mit dem Hannover 96 das Talente-Zentrum bespielen wird: Trainer, Betreuer, Verwaltung und Internats-Angestellte. „Ich kenne das aus Freiburg, selbst wenn man viel investiert, müssen sich auch die Menschen einbringen und darin wachsen“, sagt 96-Sportdirektor Dirk Dufner. 96-Präsident Martin Kind möchte gerne, dass der 96-Manager auch die personellen Planungen mitgestaltet: „Ich hoffe, dass er seine Erfahrung aus Freiburg einbringt.“ Dufner versprach, „dort intensiv mitzuarbeiten“.

Das Millionen-Vorhaben kommt auch in der 96-Fanszene super an. Die Ultras beispielsweise hatten im Supporter-Organ „Fanmagazin“ mehrfach den Spielbetrieb in der Eilenriede gewünscht. Im neuen Eilenriede-Stadion mit 5000 Zuschauern würden sich auch die Ultras zuhause fühlen. Fraglich ist noch, ob 96 im Fanhaus ein neues Tickethaus oder Ähnliches plant. Die denkmalgeschützten Häuschen vor dem zukünftigen Eingangsbereich hatte 96 der Fanszene vertraglich unbefristet überlassen - die Räume werden intensiv als Treffpunkt genutzt.

Freude über den neuen Standort der Vereinsgaststätte an der Stammestraße hat ebenso Carsten Aschenbach, Chef vom Restaurant Vier Jahreszeiten und Betreiber der jetzigen Klubgaststätte an der Clausewitzstraße. Die Gaststätte wird dem Nachwuchszentrum weichen. „Ich bin positiv gespannt auf den neuen Standort.“ Aschenbach, dessen Pächtervertrag mit 96 noch zwei Jahre läuft, möchte am liebsten längerfristig mit 96 zusammenarbeiten: „Ich komme mit dem Verein gut klar, und mir sind alle wohlgesonnen.“ Für den neuen Standort wünscht er sich, dass die Gastronomie für die Fans auf dem Weg gut zu erreichen ist: „Ein direkter Lauf zur Arena wäre phantastisch.“ voi/dt


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