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SEIN REVIER: Mirko Slomka gestern beim 96-Training mit Hoffmann (links) und da Silva Pinto.

SEIN REVIER: Mirko Slomka gestern beim 96-Training mit Hoffmann (links) und da Silva Pinto.© Ulrich zur Nieden

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Hannover 96

Hannover 96: Basisarbeit und neue Spielregeln

Der Drei-Männerabend hat etwas in Gang gebracht, hofft zumindest der 96-Chef. Martin Kind berichtet von „offenen, konstruktiven Gesprächen, ohne Brisanz und Schärfe“ mit Jörg Schmadtke und Mirko Slomka.

Hannover. Manager und Trainer hätten „eine gemeinsame Basis für die Zukunft“ gefunden, „das war auch das Ziel“ der Veranstaltung für Kind.

Slomka bemüht sich, die Bedeutung des Treffens herunterzuschrauben. Es sei ja „nicht unnormal“, dass man sich zusammensetze. Und überhaupt könne er nicht verstehen, „warum man aus E-Mail schreiben so einen Hype macht“.

Der Vorschlag, sich künftig zum Chatten am Laptop zu verabreden, kam dann aber doch nicht. Stattdessen kündigt Kind regelmäßige Sitzungen an. „Alle 14 Tage werden wir uns zusammen setzen.“ Es gelte, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Jetzt, da laut Slomka „die ersten Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt“ wurden.

Große Worte - Schmadtke äußert sich viel zurückhaltender und nur mit diesem einen Satz: „Ein wichtiges und sehr aufschlussreiches Gespräch.“ Über die Schlüsse, die der Manager daraus zieht, will er nichts sagen. Aber die Skepsis wird auch so deutlich.

Kind immerhin will Schmadtke und Slomka daran erinnert haben, „dass sie in der Verantwortung für 96 stehen“. Die Reviere wurden abgesteckt. „Spielregeln, Kompetenzen, Aufgabenprofile und Notwendigkeiten festgezurrt“, sagt Kind. Die Ergebnisse werden protokolliert. Sicherheitshalber.

Die Machtbalance zwischen Schmadtke und Slomka neu zu regeln ist nicht problemfrei, denn eigentlich ist der Geschäftsführer Sport der Boss vom Trainer. Schmadtke könnte Slomka feuern, andersherum geht das nicht.

Übergriffe ins Revier des anderen - und damit neuen Ärger - will Kind verhindern. So soll der Trainer Wunschspieler und Berater nur anrufen, „wenn er das vorher abgesprochen hat“. Transfers sind Schmadtkes Revier. „Ein gutes Signal“ wäre es jedoch für Kind, wenn der Manager „ab und zu mal beim Training vorbeischaut“. Aber das soll „keine Alibi-Veranstaltung werden“ - was auch für kommende Männerabende gilt.


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