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Aggressiv: Braunschweiger Fans werden von der Polizei bewacht.© Körner

Fußball

Derby in Braunschweig: BTSV-Fans stürmen Rasen

Anstoß für die Polizei beim Amateurderby Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96: Ein massives Aufgebot an Einsatzkräften steht seit 11 Uhr am Hauptbahnhof und am Eintrachtstadion in Braunschweig bereit, um Randale der Ultras rund um die Viertliga-Begegnung zu verhindern. Hier gehts zum Live-Ticker. NP-Reporterin Britta Mahrholz berichtet.

22 Uhr: Der NP-Derbyticker endet jetzt.

21.52 Uhr: Die stundenlange Überprüfung der 80 Ultras aus dem Randale-Bus ist abgeschlossen. Die Hannoveraner konnten das Spiel nicht sehen und werden auch nicht selbstständig mit dem Zug nach Hannover zurückfahren dürfen. Sie werden im Bus nach Hannover gebracht. Das verhindert auch ein Zusammentreffen der 96-Anhänger mit rund 130 Eintracht-Fans, die sich gerade auf der Rückfahrt vom Spiel ihrer Zweitliga-Mannschaft in Hamburg befinden und in Kürze für einen Zwischenstopp den Hauptbahnhof Hannover erreichen.

19.33 Uhr:  Die Abreise der Fans läuft. Wer mit der Bahn angereist ist, wird mit Shuttle-Bussen zum Bahnhof gebracht. Fans, die mit dem Auto kamen, verlassen zügig den Gästeparkplatz. Bislang ohne Vorkommnisse.

18.41 Uhr: Spielende. 96 hat 4:1 gewonnen.

18.00 Uhr: Braunschweig gelang der Ausgleich, 96 schoss aber gleich zurück - 2:1! Und wieder war es Sebastian Ernst.

17.19 Uhr: Der Ball rollt wieder.

17.07 Uhr: Übrigens: Für Hannover 96 steht es 1:0, Sebastian Ernst traf in der 13. Minute.

17.05 Uhr: Der Hannover96-Ticker meldet via Twitter, dass das Spiel unterbrochen wurde, weil Fans auf den Rasen gelaufen sind. Offenbar haben Braunschweiger versucht, den 96-Block zu stürmen. Flaschen flogen, Bengalos wurden gezündet. Die Polizei musste massiv einschreiten.

96-Block im Stadion


Polizei im Stadion

17.03 Uhr: Mit reichlich Verspätung kommen die restlichen 96-Ultras vom Real-Parkplatz in ihren Privat-Pkws am Eintracht-Stadion an.

16.40 Uhr: Für 80 96-Ultras ist das Spiel vorbei, bevor es angefangen hat. Weil der Busfahrer ihres Shuttles falsch aus Versehen falsch abgebogen ist, kam es im Bus zu Randale. Als die Polizisten versuchten in den Bus einzudringen, wurden sie mit Gläser- und Flaschenwürfen empfangen. Die Beamten setzten im Bus Pfefferspray ein um die Meute in den Griff zu bekommen. Der Bus fährt jetzt direkt zum Bahnhof, wo die Ultras in die Bahn nach Hannover gesetzt werden. Die Polizei sprach ihnen gegenüber ein Aufenthaltsverbot für Braunschweig aus.

16.36 Uhr: Überraschende Ansage der Polizei. Weil zwei Shuttle-Busse kaputt sind, dürfen die 96-Fans vom Real-Parkplatz an der Hamburger Straße nun doch mit ihren Privatwagen zum Stadion fahren. Auf den Parkplatz P4. Ein Polizist über Lautsprecher: "Kommt nicht auf die Idee, unterwegs auszusteigen. Dann ist das Fußballspiel für euch vorbei, ihr wandert alle in Gewahrsam."

16.15 Uhr: Die Polizei hat auf dem Real-Parkplatz rund 250 96-Ultras festgesetzt. Einer von ihnen hatte einen Polizeiwagen beschädigt. Durch gezielte Ansprache des "Fan-Projekts Hannover" hat sich der Täter der Polizei gestellt - unter Applaus der anderen Ultras. Die 250 Fans sollen jetzt ebenfalls mit Shuttle-Bussen ins Eintracht-Stadion gebracht werden. Könnte knapp werden, in 15 Minuten ist Anpfiff.

15.59 Uhr: Unterwegs ins Stadion ist es Ultras gelungen, in zwei Bussen während der Fahrt die Türen zu öffnen. Die Polizei hat Mühe, den Ausstieg der Fans zu verhindern. In einem der Busse zünden die Ultras während der Fahrt Pyro.

Polizeiaufmarsch gegen Ultras

15.40 Uhr: Auf dem Realparkplatz Hamburger Straße tauchen rund 250 gewaltbereite 96-Ultras auf. Wie sie dorthin gekommen sind, ist unklar. Die Polizei wird versuchen, sie mit Shuttlebussen  zum Stadion zu bringen, ohne dabei an der Shell-Tankstelle Hamburger Straße vorbei zu kommen. Dort sammeln sich die Ultras von Eintracht Braunschweig.

Gewaltbereite 96-Ultras bei Real

15.30 Uhr: Die Abfahrt verzögert sich kurz. Inzwischen sind alle Busse auf dem Weg zum Eintrachtstadion. Der Einstieg ging fixer als erwartet. Uwe Reinert, Hundertschaftsführer der zweiten Bereitschaftspolizeihundertschaft Hannover: "Alles läuft ganz entspannt." Zurzeit befinden sich noch etwa 50 Ultras in einem Zug auf der Anfahrt nach Hannover.

15.26 Uhr: Busse der 96-Fans setzen sich im Blaulichtkonvoi in Bewegung. Hier alles freiedlich.

15.16 Uhr: Die Busse fahren los. Allerdings nicht ohne Polizeischutz: Mehrere Beamte stehen vorne beim Fahrer, um ihn gegebenenfalls vor Übergriffen schützen zu können.

Fans steigen in die Busse ein

15.05 Uhr: Ankunft von 350 96-Fans am Braunschweiger Bahnhof. In der Bahnhofshalle brüllen sie "Scheiß BTSV" und "Tod und Hass dem BTSV". Der Aufforderung der Polizei zum Einstieg in die Busse kommen sie zunächst nicht nach. Sie versammeln sich in kleinen Grüppchen am Bahnhofsvorplatz.

96-Fans versammeln sich vor dem Bahnhof

14.21 Uhr: Vor dem Hauptbahnhof in Braunschweig stehen drei Busse der Braunschweiger Verkehrsbetriebe. Sie werden rund 350 angekommene 96-Fans  direkt ins Stadion fahren. Vor dem Braunschweiger Bahnhof spielt die Polizei Bob-Marley-Hits aus Lautsprecherwagen. Das soll beruhigend und entspannend wirken. Hintergrund: In Bremen wurden die 96-Fans mit Songs von Helene Fischer begrüßt. Das hat für reichlich Unmut gesorgt.

Polizei am Braunschweiger Bahnhof

14.06 Uhr: Am Hauptbahnhof Hannover stehen exakt 337 Fans von Hannover 96, die auf den Zug nach Braunschweig warten. Die Bundespolizei hat durchgezählt. Unter den Fans haben die Ermittler auch rund 70 Alt-Hooligans ausgemacht.

12.57 Uhr: Bis zu 700 Ultras aus Hannover werden in der Löwenstadt erwartet. Zurzeit treffen sich erste Eintracht-Fans im Bereich der Hamburger Straße,  die vermutlich planen, zum Auswärtsspiel der Braunschweiger Zweitliga-Mannschaft bei St. Pauli nach Hamburg zu fahren. Der harte Kern der Eintracht-Ultras soll allerdings heute in Braunschweig bleiben - zum Schutz vor den Hannoveranern.
Das Amateurserby wird um 16.30 Uhr im Eintrachtstadion angepfiffen, seit rund zwei Stunden steht die Polizei - darunter die zweite Bereitschaftspolizeihundertschaft der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) aus Hannover - am Braunschweiger Hauptbahnhof und am Stadion bereit. Zudem befinden sich Kräfte entlang der Strecke zwischen Hannover und Braunschweig.
Die Mannschaft von Hannover 96 wird nicht mit dem Mannschaftsbus des Vereins nach Braunschweig reisen, sondern mit einem neutralen Bus ohne Aufschrift. Hintergrund: Damit soll verhindert werden, dass der Bus in Braunschweig als Angriffziel dient. bm


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