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DaMarcus Beasley

HALLO DA UNTEN! 96-Sportkoordinator Valérien Ismaël (rechts) begrüßte den angeblich 1,78 Meter großen DaMarcus Beasley am Sonntag am Flughafen Langenhagen. Ismaël, 1,91 Meter, chauffierte Beasley anschließend ins Hotel.© Petrow

Am Montag unterschreibt der neue Amerikaner

Beasley in Hannover gelandet

Am Sonntag ist der neue Amerikaner DaMarcus Beasley in Langenhagen gelandet, am Montag soll er bei Hannover 96 seinen Vertrag unterschreiben.

VON DIRK TIETENBERG

HANNOVER. Dieses Problem hat Jörg Schmadtke flott gelöst. Nach dem Kreuzbandriss von Carlitos vor einer Woche flog am Sonntag aus Miami mit Zwischenstopp in Zürich der Carlitos-Ersatz ein. DaMarcus Beasley (28) heißt der neue Mann, der Druck machen soll auf dem 96-Flügel – er hat die Erfahrung von 93 Länderspielen und war auch bei der WM in Südafrika dabei. Allerdings lahmt die Planung für die Mittelfeld-Zentrale. Der Poker mit dem Dortmunder Regisseur Tamas Hajnal (29) verläuft zäh. „Wir versuchen es irgendwie, aber das ist eine schwierige Geschichte“, meint 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Mit Dortmund ist 96 einig. Der BVB kommt Hannover bei der Leihgebühr weit entgegen. Hajnal, der Sonntagabend in Stuttgart erneut nicht im Dortmunder Kader stand, könnte eventuell kostenlos kommen. Aber die Kosten für Hajnals Gehalt (knapp 1,2 Millionen Euro) übersteigen die 96-Möglichkeiten.

Schmadtke will sich noch bis zum Ende der Wechselfrist am Montagabend „um Hajnal bemühen, er ist ohne Wenn und Aber ein guter Spieler“. Aber der Sportdirektor präsentiert möglicherweise eine Alternative: „Da sind wir in den letzten Zügen.“ Hajnal oder nicht: Ein weiterer Spieler wird noch kommen, nach Beasley.

Besteht Beasley am Montag die medizinische Untersuchung, soll er am Mittag unterschreiben. 96 will ihm einen Zwei-Jahres-Vertrag vorlegen, Beasley hofft auf drei Jahre – auf die Laufzeit werden sich Berater, Spieler und 96-Sportdirektor aber einigen. Beasley wird in Deutschland von Podolski-Berater Kon Schramm vertreten. „Es wird voll heute im Büro“, glaubt Schmadtke.

Auch Jan Schlaudraff sollte sich dort bis Dienstag sehen lassen. Gestern erhöhte Trainer Mirko Slomka noch einmal den Druck auf Schlaudraff. „Ich würde ihm empfehlen, sich einem anderen Klub anzuschließen. Aktuell ist es schwer für ihn, in den Kader geschweige denn in die Stammelf zu kommen.“

Schlaudraff verhalte sich „anständig“, wie Slomka betonte. Aber der Profi, bei 96 bis 2012 unter Vertrag, will nicht weg. Von der Anfrage des Europa-League-Teilnehmers Lech Posen war Schlaudraff nicht begeistert. „Es gab einen Anruf aus Posen“, bestätigt Schmadtke. „Die suchen einen Stürmer und spielen immerhin international.“

Die 96-Position ist klar. Schlaudraff soll gehen, genau wie Mike Hanke. „Mike hat mehr Bereitschaft für einen Wechsel signalisiert“, sagt Schmadtke. Rapid Wien klopfte zart an. Aber weder für Hanke, Schlaudraff noch für Mikael Forssell und Valdet Rama gibts Angebote. „Es konkretisiert sich nichts richtig“, meint der Sportdirektor. „Fürs Budget wäre es gut, wenn wir noch Spieler abgeben.“ 96 will Platz schaffen für neue Gesichter. „Ein großer Kader birgt auch Gefahren“, sagt Schmadtke. 


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