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Kreuzfahrten

Ehemaliger Ausbildugnssegler liegt in Bremen

Schulschiff Deutschland offen für Besucher

Am 14. Juni 1927 lief sie in Bremerhaven vom Stapel und kam in den folgenden Jahren während ausgedehnter Seereisen als Ausbildungssegler weit herum. Jetzt steht die Schulschiff Deutschland Besuchern aus Nah und Fern offen.
Schulschiff Deutschland

Rund 920 000 Reichsmark hat die Schulschiff Deutschland gekostet, die im Bremer Stadtteil Vegesack ihren Stammliegeplatz hat.

© Schulschiff Deutschland

Seit 15 Jahren aber hat die Schulschiff Deutschland, das letzte deutsche Vollschiff mit insgesamt 1900 Quadratmetern Segelfläche, ihren Stammliegeplatz im Bremer Stadtteil Vegesack gefunden. Dort stehen die Decks und Räumlichkeiten des Großseglers seither Besuchern aus Nah und Fern offen.

Besucher können das vom führenden Segelschiffskonstrukteur seiner Zeit, Georg W. Claußen, entworfene Segelboot besichtigen. Im ehemaligen Schiffshospital gibt es ein kleines Museum, auf dem ganzen Schiff ist seine maritime Geschichte spür- und greifbar.

Diese reicht bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück: Am 12. Januar 1900 nämlich wurde der deutsche Schulschiffverein (DSV) in Berlin gegründet. 227 Persönlichkeiten aus dem Adel, der deutschen Wirtschaft, der Schifffahrt und Politik sind auf der ersten Mitgliederliste notiert.

In dieser Zeit fehlte es an Segelschiffen, auf denen der Nachwuchs ausgebildet werden konnte. Rund 920 000 Reichsmark waren nötig, um die Schulschiff Deutschland in Bremerhaven-Geestemünde konstruieren zu lassen. Der DSV brachte diese Summe gemeinsam mit dem Land Preußen, den Senaten in Bremen und Hamburg und den Spenden großer Reedereien auf. Eine Investition, die sich lohnte: Der Großsegler wurde bis Juli 2001, neben anderen, als Internatsschiff für Schiffsmechaniker in der Ausbildung genutzt.

Gäste können den alten Internatszeiten hinterherspüren und selbst an Bord der „Schulschiff Deutschland“ übernachten. 30 Einzel- oder Doppelkabinen stehen dafür zur Verfügung und können gebucht werden. Ganz besonders komfortabel geht es in der Suite des Kapitäns mit Salon, Reederkammer, Büro und eigenem Bad zu.

Wer in den Hafen der Ehe einlaufen möchte, für den ist vielleicht eine Trauung an Bord – standesamtlich oder kirchlich – das Richtige. Die standesamtlichen Trauungen finden im Kapitänssalon statt, zuvor trifft sich die Hochzeitsgesellschaft im ehemaligen Schiffshospital.

Die Termine für das festliche Ereignis vergibt das Standesamt Bremen-Nord. Weitere Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten finden sich unter www.schulschiff-deutschland.de im Internet.

Sigrid Krings/Stefanie Möllke


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