Kreuzfahrtgäste wollten auf der ganzen weiten Welt nach Lust und Laune schlemmen.
Eine große Herausforderung ist dies für Reedereien und Kreuzfahrtunternehmen weltweit – schließlich haben die Gäste ihrer Luxusliner ihre Reise häufig „all inclusive“ gebucht und dazu gehört es auch, nach Lust und Laune zu essen und zu trinken. Wo immer sich das Schiff auch gerade befindet.
Auf den beiden Schiffen von TUI Cruises zum Beispiel, der Mein Schiff 1 und der Mein Schiff 2, können sich Kreuzfahrer in jeweils acht oder neun unterschiedlichen Restaurants und Bistros nach Herzenslust versorgen. „Vorgeschriebene Essenssitzungen, auf die man sich zu Beginn festlegen muss, gibt es nicht“, betont Alexa Hüner, Director Communications bei TUI Cruises. Im „Premium-Alles- Inklusive-Konzept“ sind nahezu alle Getränke und Speisen enthalten.
Um zu gewährleisten, dass kein Nahrungsmittel unterwegs ausgeht, plant ein Team an Land gemeinsam mit einem Team an Bord die gesamte Logistik für die Reiserouten. Wie viel die Gäste auf hoher See ungefähr verbrauchen werden, errechnet ein Warenwirtschaftsprogramm auf der Grundlage eines feststehenden Menüzirkels auf den Schiffen. „An sogenannten ‚Loading Häfen‘ werden die Schiffe mit neuen Waren und Lebensmitteln versorgt“, erklärt Hüner. Frische und leicht verderbliche Lebensmittel wie Obst oder Gemüse werden wöchentlich zugeladen.
Auf die Hochseekreuzer gelangen Nahrungsmittel und Getränke dann in individuell kühlgerechten Containern. Für eine siebentägige Reise dauert das Beladen zwischen sechs und sieben Stunden. Nach Lebensmittelgruppen unterteilt werden die Lebensmittel dann in verschiedenen Kühlräumen des Schiffs bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert.
Sigrid Krings
| Auf ein Wort mit Küchenchef Rupert Kien | |
| Herr Kien, was ist das Besondere an der Arbeit als Küchenchef auf einem großen Kreuzfahrtschiff? Das Besondere ist, dass man mit vielen Menschen unterschiedlichster Nationen zusammen arbeitet. 150 Mitarbeiter aus 15 verschiedenen Ländern kümmern sich an Bord der Schiffe um das leibliche Wohl der Gäste. Wichtig ist, dass man die unterschiedlichen Kulturen der Mitarbeiter berücksichtigt und ein ebenso guter Teamplayer ist. Ehrgeiz, Dienst- und Leistungsbereitschaft sowie ein gutes Durchhaltevermögen sind elementar. Welchen Herausforderungen begegnen Sie in Ihrem Alltag an Bord? Als Küchenchef der Mein-Schiff-Flotte trägt man die Verantwortung für acht oder neun Restaurants und Bistros, die unterschiedlich ausgestattet sind. Eine tägliche Herausforderung ist natürlich die Planung und Kalkulation des Proviants zur umfassenden und genussvollen Versorgung unserer Gäste. Auf welche Erlebnisse könnten Sie an Bord gerne verzichten? Auf eine raue See. Wenn wir an einem Seetag hohen Wellengang haben, kann ich auch nach all den Jahren seekrank werden. Warum haben Sie sich ganz persönlich für diese Arbeit entschieden und wie lange arbeiten Sie bereits auf hoher See? Ich habe mich 1996 für die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff entschieden, weil ich von jeher neugierig sowie weltoffen bin und es mir eine Freude ist, mit den unterschiedlichsten Menschen aus verschiedenen Nationen auf hoher See zusammenzuarbeiten. Die Fragen stellte Sigrid Krings. |
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