ffn-Comedy-Star Martin Jürgensmann rennt dreimal die Woche in Ricklingen rum. Hier macht er gerade seine Dehnübungen am Brückengeländer.
Martin E. Goehr ist Musikproduzent und mit Martin Jürgensmann Kopf von „Neufeld“, einer Band für sanfte, melodiöse Rock-Musik. „Nirgendwo können wir besser über unser liebstes Hobby quatschen als beim Joggen“, sagt der 40-Jährige, der es auch auf der Strecke sanft mag und deshalb Wettkämpfe meidet: „Ich möchte beim Laufen entspannen, nicht verspannen. Im Rudel rennen ist nichts für mich.“
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| Hier kannste wunderbar vor Hunden wegrennen! | |
| Martin Jürgensmann über die Ricklinger Masch |
So cruisen wir ganz gemütlich durch die Ricklinger Masch, die für uns beide lieb gewonnene Heimstrecke ist. „Hier kannste wunderbar vor Hunden wegrennen“, sagt der Raner im Martin. Hellseher ist er also auch: Nur wenige hundert Meter später tanzt ein junger Setter seiner Besitzerin auf der Nase und uns zwischen den Beinen herum. „Der tut nichts“, ruft die hilflose Frau, „der will doch nur spielen.“ Wir können entkommen und sind am Döhrener Wehr.
Das Wasser rauscht, Jürgensmann spricht über seine Anfänge vor vier Jahren. Der Schmerz im Rücken, der Besuch beim Orthopäden, der Rat zu mehr Bewegung. „Seit ich laufe, habe ich keine Probleme mehr“, sagt der 40-Jährige, der bei Wind und Wetter und mindestens dreimal die Woche die Laufschuhe schnürt. „Muss ich auch, ich kehre gerne bei Mc Donalds und Burger King ein. Wenn ich nicht laufe, werde ich ekelhaft schwabbelig.“
Rüber über die Brückstraße, links liegt Hemmingens KGS. Hier gehen Antonia und Paulina Jürgensmann zur Schule, hier kennt sich der Papa aus. „Unser Nachbar Edgar baut denen gerade eine neue Mensa“, weiß der Radiomann.
1000 Meter später hofft er, dass „die pünktlich öffnen können und endlich mal eine gute Saison haben.“ Gemeint ist das Bad des SV Aegir, das wir links liegen lassen. „Mit dem Sohn des 1. Vorsitzenden habe ich in einer WG gewohnt.“ Gegenüber der Rugby-Anlage des früheren Dauermeisters DRC setzt sich die NP ruckartig ab vom doppelten Martin. Für einen normalerweise unerreichten Schluss-Spurt. Nicht mit Jürgensmann. Dessen 73 Kilo fliegen ganz kurz vorm Deichtor heran und vorbei, von hinten klatscht der eine Martin dem anderen Beifall. Na Glückwunsch!
Der Blick auf den Computer am Arm bringt dem ffn-Star den zweiten Sieg des Tages. “554 Kalorien verbraucht“, verkündet Jürgensmann triumphierend. „Hat sich wieder gelohnt, die olle Schinderei.“
Ob er weiterlaufen wird? Da ruft der „Raner“ im Martin Jürgensmann ganz laut hinaus in die Masch. „Na sichaaaaa.“
von Christoph Dannowski
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