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Im Lehmofen werden Spezialitäten zubereitet, die Wirte Nebi Sagir und Resit Sahin haben bei der Einrichtung des Lokals viel Gespürfür Details gezeigt.

Im Lehmofen werden Spezialitäten zubereitet, die Wirte Nebi Sagir und Resit Sahin haben bei der Einrichtung des Lokals viel Gespür für Details gezeigt.© Christian Behrens

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Türkische Küche

Türkische Tischkultur im Aspera

Sie wollen türkische Tischkultur und volle Teller bieten: Im Februar haben Nebi Sagir (36) und Resit Sahin (31) das „Aspera“ in der Roscherstraße eröffnet. In stilvollem Ambiente dürfen sich Gäste verwöhnen lassen – denn die Betreiber halten ihr Versprechen.

Ambiente
Hier ist alles aufeinander abgestimmt. Auf den weißen Stofftischdecken liegen dunkle Tischläufer. An den sandfarbenen Wänden hängen Bilder, die Gäste dezent an die Bosporus-Metropole Istanbul erinnern und beispielsweise den Stadtteil Pera mit Blick auf den Galata-Turm zeigen. Die Stadt hat nicht nur kulinarischen Einfluss auf das Restaurant, sondern trägt auch zur Namensgebung bei. Auf den Stadtteil Pera im europäischen Teil Istanbuls bezieht sich der Name des Restaurants, dem die Initialen der beiden Väter (A und S, daraus wird Aspera) der Inhaber Nebi Sagir und Resit Sahin vorangestellt sind. Im vorderen Restaurantbereich steht ein beeindruckender Lehmofen, in dem traditionelle anatolische Gerichte zubereitet werden.

Service
Das Aspera hat gute Gastgeber. Als wir uns dem Restaurant nähern, öffnet uns einer der Kellner einladend die Tür. Auch sonst fühlen wir uns gut umsorgt, der Service ist sehr freundlich und zuvorkommend.Das Personal fragt oft, ob etwas fehlt. Auch für unseren Sohn hat es ein Späßchen auf Lager. Einzig für einen Korb neues Brot müssen wir zweimal nachfragen.

Publikum
Das Restaurant ist gut besucht. An dem Sonnabend sind ab 20 Uhr alle Tische reserviert. Wir essen zusammen mit Familien, befreundeten Paaren und auch einer Geburtstagsgesellschaft. Sicherlich ein Hinweis auf authentische Küche: Im Publikum sehen wir einige türkischstämmige Gäste.

Essen und Trinken
Wir freuen uns über einen Gruß aus der Küche. Zu Fladenbrot werden eine leckere scharf-süßliche Paprikapaste (Ajvar) und eine Joghurtcreme serviert. Dazu gibt es noch drei kleine Häppchen Käsepastete.

Danach bestellen wir eine Reihe kalter und warmer Vorspeisen, die wir in guter Mittelmeertradition in die Mitte des Tisches stellen lassen, damit sich jeder bedienen kann. Ein kulinarischer Höhepunkt ist der Couscous-Salat, der mit Tomate, Frühlingszwiebeln, Minze und Granatapfelsirup (3,90 Euro) herrlich frisch schmeckt. Die Zucchini-Puffer mit Zaziki (4,90 Euro) haben einen intensiven Zucchinigeschmack, sind aber zum Teil schon zu knusprig gebacken. Das milde Auberginenpüree (3,90 Euro) ist eine gute Ergänzung zu den Speisen. Die Käsekroketten (3,90 Euro) sind so kräftig geraten, wie die panierten Bällchen mit dem weich schmelzenden Käse innen sein müssen. Als Beilage sind die gebratenen Kartoffeln (2,50 Euro) geeignet, die reichlich mit Thymian und Salz bestreut sind – mit Zaziki sehr zu empfehlen. Dazu bedienen wir uns vom reichhaltigen Vorspeisenangebot – auch mit Fleisch: Die hausgemachten knusprigen Blätterteigdreiecke, gefüllt mit Lammhack und Zwiebeln (4,50 Euro), lassen sich mit dem Zaziki auf dem Teller gut aus der Hand essen.

Von der Fleischkarte wählen wir Lammkoteletts (12,90 Euro) und sind ganz und gar begeistert. Die vier sehr großen Stücke sind zart, rosa gegrillt und noch saftig. Damit sie das auch bleiben, sind sie mit dünnen Teigfladen zugedeckt.

Beim Wein verlassen wir uns auf den Rat des Kellners und werden äußerst positiv überrascht: Der dunkelrote Villa Doluca (0,25 Liter für 4,90 Euro) von einem der ältesten Weingüter der Türkei ist kräftig und vollmundig. Damit passt er wunderbar zu dem kräftigen Essen.

Zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Portion Baklava (3,90 Euro). Und hier hat sich die Küche ein kleines Schmankerl ausgedacht: Zu dem Blätterteig mit Honig und Walnüssen wird ein Klecks entwässerter Joghurt (zehn Prozent Fett) serviert. Dieser gibt der süßen Nachspeise eine frische Note und nimmt ihr die Schwere.

Fazit
Mit dem Aspera hat ein Restaurant mit gehobener türkischer Küche in der Innenstadt eröffnet. Ein Angebot, das sehr gut in die kulinarische Vielfalt der Stadt passt.

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Barrierefrei
  • Kein Raucherzimmer
  • bar, EC, Kreditkarten (außer Amex)

Aspera
Roscherstraße 3
30161 Hannover
0511/89849810

www.restaurant-aspera.de

Öffnungszeiten: Dienstags bis sonnabends von 17 bis 23 Uhr, sonntags von zehn bis 23 Uhr.


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