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Gespanre Salvia in seinem „Toscana”

Ein Kinderfreund: Gespanre Salvia in seinem „Toscana”© Christian Behrens

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Italienische Küche

Toscana

„Kinder Spezial” im Februar 2009 im Restaurant „Toscana” in Gehrden-Northen. Einmal im Monat testet die Redaktion Restaurants auf Kindertauglichkeit.

Ambiente
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das„Toscana“ nicht erheblich von anderen italienischen Restaurants: terracottafarben getünchte Wände, das klassische Restaurant-Mobiliar und Kunstrosen in Vasen.

Stimmung
Dennoch – man fühlt sich sofort gut aufgehoben. Der freundliche Kellner erinnert sich sofort an unsere Reservierung: „Drei Kinder,Sie hatten angerufen.“ Er überlässt uns die Tischwahl. Wir wollen strategisch günstig nahe dem Spielzimmer sitzen, das wir bereits beim Reinkommen gesehen haben.

Service
Wir bekommen die Karten, auch die Kinder. Der Kellner weist darauf hin, dass es auch Dorade, Ravioli mit Wildschwein und Kalbsleber gibt. Beim Studieren der Speisekarte fällt uns der Hinweis „Kartenzahlung nicht möglich“ auf. Wir erkundigen uns, da wir sonst immer mit EC-Karte zahlen. „Wir haben das Restaurant erst seit August. Die neuen Kartenlesegeräte kommen noch“, erklärt uns der Kellner freundlich. Falls wir nicht genug Bargeld dabeihätten, reiche es, wenn wir eine Visitenkarte mit Rechnungsadresse daließen. In Gehrden gebe es eine Sparkasse mit Geldautomat – „alles kein Problem“. Diesen Mann kann offenbar nichts aus der Ruhe bringen. Auch nicht unsere bewegungsfreudige Jüngste. Sie rennt zum Spielzimmer und präsentiert uns nach und nach diverse Stofftiere und andere Spielsachen. Niemand wirkt genervt.

Essen & Trinken
Da es keine Kinderkarte gibt, bestellen wir für den Spielzimmer-Quirl eine kleine Portion Tortellini in Sahnesauce (für faire fünf statt acht Euro). Die Jungs entscheiden sich für Lasagne (sieben Euro) und Fettuccine Gorgonzola (8,20 Euro). Außerdem hätten wir gern Mineralwasser und stilles Wasser. Doch Flaschen ohne Kohlensäure gibt es nicht. „Ich kann Ihnen eine Karaffe Leitungswasser bringen“, schlägt der Kellner vor. Wir Erwachsenen wollen die Dorade (15,50 Euro) und die Kalbsleber (14 Euro) probieren. Ich frage nach den Beilagen. „Gemüse und Kartoffeln, Sie können aber auch Salat haben. “ Wir nehmen das Gemüse und freuen uns über diesen problemfreien Abend. Erst kommen Brot und der Vorspeisenteller (8,50 Euro), den wir uns teilen.

Die Antipasti sind lecker – eingelegtes und gebackenes Gemüse, Pilze und andere typisch italienische Vorspeisen. Jetzt haben wir erst richtig Hunger. Schon kommen die Hauptgerichte. Der Kellner bringt einen Grätenteller und fragt auch die Kinder, ob es schmeckt. Tut es. Die Leber ist zart, die Sauce gut abgeschmeckt. Zwar ist die Dorade etwas trocken, aber die reichlichen Beilagen – Brokkoli mit Tomaten, Kartoffeln und grüne Bohnen mit Speck – entschädigen. „Mama, du musst mit ins Bad kommen“, fordert mich die Jüngste auf. Das Sortiment mit Deo, Handcreme und Haarspray auf der Toilette hat sie begeistert. Und auch wir finden diesen Gästeservice sehr aufmerksam. Kein italienisches Essen ohne Eis. In der Karte stehen zwar nur Eisbecher, wir fragen aber nach, ob wir drei einzelne Kugeln und zwei Tassen Espresso bekommen können. Auch das ist wieder kein Problem.

Kinderfazit
„Das war nett hier“, finden alle drei. Mit dem Spielzimmer sind die Jüngsten sehr zufrieden. Das Essen fanden alle „sehr lecker“. Als besonderen Pluspunkt verbuchen sie die persönliche Ansprache – das ist für Kinder in den meisten Restaurants die Ausnahme.
Elternfazit:
Das „Toscana“ ist ein gemütliches Restaurant, in dem sich Familien wohlfühlen können. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Wir haben 81,30 Euro für fünf Personen bezahlt und die freundliche, ruhige Atmosphäre genossen.

Besonderheiten

  • Spielangebote
  • Zahlung nur in bar möglich

Das Restaurant „Toscana“ in Gehrden-Northern im Branchenführer


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