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GUTEN APPETIT: Gast Kennedy freut sich auf das Steak, das ihm Mitarbeiterin Berivan serviert.© Dillenberg

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Internationale Küche

Steakhouse Buffalo: Ein fleischlastiges Vergnügen

Der Nächste, bitte: Nach dem „Ja Dore“ versucht sich das „Steakhouse Buffalo“ in der Location, die lange Zeit Heimat des „Gattopardo“ war. Fleischfans, die ein wenig mehr ausgeben können, sind in der Hainhölzer Straße gut aufgehoben.

Ambiente
Von außen gefällt uns das „Buffalo“ eher nicht. Das knallige Rot und die Neonreklame über dem Haupteingang lassen eher an einen Imbiss oder gar eine Spielhalle als an ein Restaurant der gehobenen Preisklasse denken. Innen allerdings ist alles schön. Hier ist mächtig renoviert worden, nichts erinnert ans „Gattopardo“. Der helle Boden zieht unsere Blicke an wie der große Spiegel, der kleine Tresen mit Farbwechselbeleuchtung, die Wandbemalungen (Gauchos mit ihren Rindern) und die kunstvollen Stierköpfe in Bronzeoptik. Die Tische sind nett eingedeckt, mit Öllampe und Besteck, dessen Riffelung sich auf dem Lampensockel wiederholt. Da hat sich einer Gedanken gemacht.

Publikum
„Gattopardo“-Nachfolger „Ja Dore“ hielt sich nur wenige Monate, es scheint nicht leicht zu sein hier, zwischen Astor-Kino und dem reichhaltigen Gastro-Angebot am Klagesmarkt. Das ist auch an diesem Sonntagabend zu sehen. Draußen sitzen fünf Männer bei Bier und Zigaretten, drinnen wie draußen ist neben unserem nur jeweils ein weiterer Tisch belegt. Acht Gerichte in den 70 Minuten unseres Besuches, das wird für die Bezahlung von drei Mitarbeitern (zwei in der Küche, einer im Service) nicht reichen. Allerdings ist das „Buffalo“ auch erst sechs Wochen geöffnet.

Service
Eine junge Frau bedient uns, optisch auffällig mit Nasen-Piercing, zahlreichen Tattoos und Nagel-Design. Sie ist freundlich und erzählt durchaus eloquent über die Veränderungen, sie war offensichtlich schon im „Ja Dore“-Serviceteam. Die Servicezeiten sind optimal. Punktabzug gibt es für die Homepage, auf der sich (noch) keine nennenswerte Information befindet – nicht mal die Speisekarte. Gerade bei einem Restaurant dieser Preisklasse ist ein exzellenter Online-Auftritt notwendig.

Essen und Trinken
Veganer, Vegetarier (es gibt einen Teller mit Pfannengemüse und Ofenkartoffel für 12,70 Euro) und Fischfreunde haben hier definitv keine Freude, Fleischfreunde da­gegen sehr. Vom 350-Gramm-Hamburger für 13,40 Euro bis zum 350-Gramm-Filetsteak für 35,20 Euro ist alles dabei. Vorspeisen ordern wir diesmal nicht, eine Suppe für fast sieben Euro und der Tomatensalat für 7,30 Euro sind allerdings auch keine wirklich günstigen Starter. Vorab gibt es als Gruß aus der Küche Tortilla-Chips mit zweierlei Dip, leider genauso wenig selbstgemacht wie alle Salat- und Steaksaucen. Das hatten wir anders erwartet. Schmeckt trotzdem. Wir entscheiden uns für ein Rumpsteak (200 Gramm für 20,30 Euro) und ein Rib-Eye-Steak (250 Gramm für 22,80) – jeweils mit Ofenkartoffel und Beilagensalat serviert. Meine Frau gönnt sich als Extra einen Maiskolben (3,50), der mit zwei Spickern an den Tisch kommt und sich so gut essen lässt. Das argentinische Rind ist wunderbar saftig, prima ge­würzt und auf den Punkt. Beilagensalat und Kartoffel sind unauffällig, aber schmackhaft, auf dem Teller liegt noch Gemüse (Champignons, Auberginenstücke und Bohnen), das in Olivenöl angerichtet wurde. Am Ende sind wir dann pappsatt und zufrieden.

Fazit
Das „Steakhouse Buffalo“ ist zweifellos eine Bereicherung der Gastro-Szene rund um den Klagesmarkt. Ein paar eigene Akzente wie selbstgemachte Saucen und Dips wären schön. Fleischfans werden aber auch jetzt schon ihre Freude an dem Steakhouse haben.

Für Kinder geeignet
Hunde willkommen
Kein Raucherzimmer
Nicht barrierefrei
Derzeit nur Barzahlung

Steakhouse Buffalo
Hainhölzer Straße 1

30159 Hannover
0511/35 30 71 71
www.steakhouse-hannover.business.site

Öffnungszeiten: Täglich 12 bis 15 und 17.30 bis 23 Uhr. Kein Ruhetag.


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