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Leckeres aus Indien und Pakistan: Mit dem „Punjab Tandoori an der Marienstraße hat Betreiber Azher Ishfaq Sahi neben dem „Taj Mahal Tandoori“ in Celle ein weiteres Restaurant eröffnet.

Leckeres aus Indien und Pakistan: Mit dem „Punjab Tandoori an der Marienstraße hat Betreiber Azher Ishfaq Sahi neben dem „Taj Mahal Tandoori“ in Celle ein weiteres Restaurant eröffnet.
 © Frank Wilde

Indische Küche

Punjab Tandoori: Der neue Inder in der Südstadt

Seit Mitte Januar bereichert das pakistanisch-indische Restaurant „Punjab Tandoori“ die kulinarische Vielfalt der Südstadt. Die Karte macht neugierig, die Küche könnte hier und da mutiger auf die leckeren Gewürze setzen.

Ambiente
Bei der Einrichtung wurde wohldosiert auf landestypische Akzente gesetzt. An den Wänden hängen Holzschnitzereien und ein von hinten beleuchtetes Bild eines indischen Palastes. Auf den Tischen liegen rote und weiße Decken, die Stühle sind mit dunklem Leder bezogen. Im Hintergrund läuft leise indische Musik.

Publikum
Das „Punjab Tandoori“ scheint in der Südstadt schon nach kurzer Zeit kein Geheimtipp mehr zu sein. An dem Sonntagabend sind bereits um 18 Uhr fast alle der 36 Plätze mit Familien, kleineren Gruppen und Paaren besetzt.

Service
Eine blonde Kellnerin, die in ihrem indischen Gewand irgendwie verkleidet wirkt, führt uns zum Tisch und bringt uns umgehend die Menükarte. Auf die Vorspeisen müssen wir nicht lange warten. Beim Servieren hilft Betreiber Azher Ishfaq Sahi, der seinen Gästen sehr freundlich und aufmerksam begegnet, was den spröden Charme seiner Kellnerin wieder wettmacht.

Essen & Trinken
Zum Auftakt bestellen wir den gemischten Vorspeisenteller „Mix Pakora und Samosa“ (acht Euro). Die Zwiebelringe und Hähnchenstücke im Kichererbsenteig mit Jo-ghurtdip und einem leichten Chutney sind lecker und auf den Punkt gegart, die Teigtaschen mit Gemüse-Kartoffelfüllung leider etwas zu lange ausgebacken und damit zu hart. Das Papadam (80 Cent) hält, was die Karte verspricht: Das hauchdünne Linsenmehlbrot ist knusprig und ordentlich scharf.

Von den Hauptgerichten wählen wir Murgh Curry (Hähnchenbrustfilet in pikanter Currysauce, 12,50 Euro) und Murgh Korma (Hähnchenbrustfilet mit Rosinen und Mandeln in Joghurt-Sahnesauce, 13,50 Euro). Beides wird in schönen Kupfertöpfen serviert. Dazu wird in einer großen Schale Basmatireis gereicht. Bei beiden Gerichten ist das Hähnchenfleisch zart. Vor allem beim Curry hätten wir uns allerdings eine deutlich intensivere Gewürznote gewünscht. Das ist der Küche dann beim Lammspieß in Masalasoße von den Tandoori-Spezialitäten (Gosht Tikka, 16,50 Euro) gelungen. Die Sauce ist angenehm scharf. Dafür war das Lamm allerdings zu lange oder bei zu hoher Temperatur im Ofen und ist damit zu trocken für unseren Geschmack.

Obwohl Indien nicht gerade als Weinbaugebiet bekannt ist, sind wir neugierig und wählen zum Essen den indischen Rotwein (0,25 Liter für sechs Euro). Reich an Tanninen, bleibt der Wein ansonsten leider unauffällig im Geschmack und hinterlässt wenig Eindruck. Da kann uns das frische Mango-Lassi (0,4 Liter vier Euro) mit seinem kräftigen Mangogeschmack schon mehr überzeugen.

Fazit
Das „Punjab Tandoori“ bereichert mit seiner Auswahl der indisch-pakistanischen Küche die kulinarische Vielfalt der Südstadt. Der Koch darf gerne etwas tiefer in die Gewürzdosen greifen.

Für Kinder geeignet
Hunde willkommen
Kein Raucherzimmer
Nicht barrierefrei (Treppe zum WC)bar, EC, Kreditkarte

Punjab Tandoori
Marienstraße
30171 Hannover
0511-67518024
www.punjabtandoori-hannover.de

Von Sönke Lill

Hannover Marienstraße

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