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Marco und Adolf Kuhn vom Pfannkuchenhaus servieren Portionen für Vielesser.

Für Vielesser: Wirt Adolf Kuhn und Sohn Marco servieren im „Pfannkuchenhaus“ in der Calenberger Neustadt üppige Portionen.© Nancy Heusel

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Deutsche Küche

Pfannkuchenhaus

Mächtige Portionen, herrlich deftig: Im „Pfannkuchenhaus“ in der Calenberger Neustadt ist richtig satt essen angesagt.

Ambiente
Heute, wo alles luftig, leicht und hell zu sein hat, würde man ein Restaurant sicher nicht mehr im Brauhausstil einrichten. Da das „Pfannkuchenhaus“ in der Calenberger Neustadt aber noch aus dem Jahr 1984 stammt, darf es ruhig rustikal sein. So war das damals: Das dunkle Holz, die verwinkelten Essecken, die vielen Bierkrüge und Kupferbottiche machen die Gaststube urgemütlich.

Ein Blick zur Decke lohnt sich, denn dort oben kreist an einer Schiene das Modell von Karl Jathos Motorflieger, der 1903 in Hannover zum ersten motorisierten (Kurz-)Flug der Welt angesetzt hatte. Ein nettes Gimmick ist auch die patentierte Bierwaage von 1985: Bierkrüge gehen erst zum Gast, wenn der Zapfer sie gewogen hat.

Publikum
Das „Pfannkuchenhaus“ ist ein Gastro-Dino in Hannover, ein sehr beliebter noch dazu. Die Gäste kommen aus allen Teilen der Stadt. Wer hier essen möchte, sollte besser vorbestellen.

Service
Unsere Kellnerin hat ihr Herz am rechten Fleck, sie ist eine Frau der klaren Worte, dazu aufmerksam. An diesem Abend ist das Lokal komplett ausgebucht, weitere Gäste warten, doch trotzdem behält sie stets die Übersicht – und ihre Freundlichkeit.

Essen & Trinken
Auf der Speisekarte stehen nicht weniger als 33 Pfannkuchengerichte, von deftig bis süß. Aktuell gibt es das „Nordlicht“ – einen Pfannkuchen mit Grünkohl, Bregenwurst und Kassler. Beachtlich ist auch die Auswahl an Schweine- und Rindfleischgerichten. Unsere Wahl fällt auf den Pfannkuchen „Neuseeland“, eine Variation aus Lamm, Gemüse und grünem Pfeffer. Wir zucken etwas zusammen, als wir die Portion sehen, so üppig fällt sie aus.

Groß die Freude dann auch beim Geschmack, das Lamm ist zart, das Gemüse auf den Punkt zubereitet. Der Pfeffer verleiht dem ganzen Gericht eine angenehme Schärfe, der Pfannkuchenteig ist schön luftig. Und weil es so lecker schmeckt, schaffen wir diese üppige Portion tatsächlich. Große Augen machen wir auch beim Braumeister-Grillteller. Bei so viel Fleisch müsste sich eigentlich der Tisch biegen: ein Rumpsteak, zwei Schweinefiletmedaillons mit Sauce Bernaise, zwei Nackensteaks in Pfeffersauce, eine Grillspeckscheibe. Dazu gibt es eine Schale Kroketten und einen gemischten Salat.

Auch hier hat die Küche alles richtig gemacht. Das Rumpsteak ist medium, die Medaillons sind saftig, die Nackensteaks durch. Nur gut, dass es genug Sauce gibt, um die trockenen Kroketten einzutunken. Bei den Getränken entscheiden wir uns neben einem Radeberger aus Dresden für ein dunkles Krusevice aus einer Brauerei bei Prag – mild und elegant.

Ist es das Geld wert?
Reichliche Portionen, urgemütliche Atmosphäre, zivile Preise. Ein Hit für rustikale Abende.

Fazit
Hier sehen wir dem Jatho-Flieger gern wieder bei seinen Runden zu – und essen uns so richtig schön satt.

Besonderheiten

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Raucherzimmer
  • Zahlung in bar, per EC und allen Kreditkarten möglich

Das „Pfannkuchenhaus“ in der Calenberger Neustadt im Branchenführer


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