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Guten Appetit: Liang Jiao Zhu und Chefkoch Banghu Liu sind stolz auf das Büfett.

Guten Appetit: Liang Jiao Zhu und Chefkoch Banghu Liu sind stolz auf das Büfett.
 © Sielski

Asiatische Küche

Mit „Mr Chen“ reist man quer durch Asien

Freunde asiatischer Küche haben eine neue Adresse in Misburg: Seit November gibt es an der Hannoverschen Straße „Mr. Chen“, das Lokal mit 300 Sitzplätzen lockt mit einem der größten asiatischen Büfetts der Stadt. Wer sich quer durch China, Japan und die Mongolei futtern will, ist hier richtig. Nur der Service läuft nicht optimal.

Ambiente
Zu übersehen ist das riesige Restaurant an der Hannoverschen Straße auf keinen Fall. Knallige Leuchtreklame zieht sich in rot und weiß quer über „Mr. Chen“, durch die Panorama-Fenster ist der hell erleuchtete Gastraum auch von außen einsehbar. Kung-Fu-Kids in Keramik begrüßen die Gäste am Eingang des hallenartigen Lokals, das mit seinen 300 Plätzen einer Großkantine oder einem All-you-can-Eat-Restaurant in den USA ähnelt. Die Beleuchtung kommt in rot, gelb und blau daher und ist so gewöhnungsbedürftig wie die Lautstärke.

Publikum
Wir können nur staunen. Keine drei Monate nach der Eröffnung ist „Mr. Chen“ mit gut 100 Menschen bestens gefüllt. Große Gruppen sind dabei, aber auch viele Familien mit Kindern, ältere Leute, Fußball-Freunde, die sich lautstark über 96 unterhalten. Hier speist ein Querschnitt der Gesellschaft. Geheimnis der Massenbewegung: Bei Mr. Chen kann man à la Carte speisen, die Mehrzahl der Gäste labt sich aber am Büfett, das quasi zu jeder Öffnungszeit angeboten wird und abends 15,90 Euro kostet.

Service
Ein halbes Dutzend Mitarbeiter flitzt mit fröhlichem Lächeln durch die Gänge mit drei Tischen zu jeder Seite, bringt, räumt ab und kassiert, guter Service allerdings sieht anders aus. Das System des mongolischen Rohwaren-Büfetts erklärt uns netterweise ein Stammgast, dem unsere Hilflosigkeit auffällt. An den Teller mit den ausgesuchten Speisen müssen ein Clip mit Tischnummer und einer mit der gewünschten Sauce befestigt werden, das alles wird dem Meister des heißen Steins über den Tresen gereicht und später am Tisch serviert. Unsere Bedienung führt leider auch nicht in die Geheimnisse des „normalen“ Büfetts ein. Dabei hatten wir bei der Getränke-Bestellung betont, dass wir in dieser Ecke der Stadt noch nie essen waren. Auch das Abräumen könnte besser funktionieren, am Ende stapeln sich die Teller.

Essen & Trinken
Das Angebot ist schier gewaltig. Allein am mongolischen Büfett gibt es elf Fisch- und neun Fleischsorten zu probieren, auch Exoten wie Hummerschwänze, Froschschenkel, Krokodil und Känguru. Das chinesische Büfett kennt alle Klassiker, von Peking-Suppe bis Ente süß-sauer. Auch japanisch kommt nicht zu kurz: In der Sushi-Ecke warten sogar vegetarische Varianten. : Es gibt zehn Kuchen, neun Eissorten, viele Früchte, einen Schokobrunnen, in den nicht nur Kinder rosafarbene Marshmallows tunken. Wo genau in Asien Spargel, Tiramisu und Tomate-Mozzarella als Spezialitäten gelten, wissen wir nicht – bei „Mr. Chen“ ist auch das im Angebot. Wir testen Oktopus, Tintenfisch, Garnelen, Huhn, Schwein und Rindfleisch, meine Frau dazu noch Sushi und ich die Suppe. Nicht alles trifft unseren Geschmack, aber es ist eine interessante Entdeckungsreise mit vielen Höhepunkten: zartes Rindfleisch, knackige Algen, leckere Litschis. Die vier Sterne gibt es vor allem für die Vielfalt und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit
Für einen romantischen Abend ist „Mr. Chen“ nicht die richtige Adresse. Wer Appetit mitbringt und die Unruhe in einem Büfett-Restaurant mit 300 Plätzen in Kauf nimmt, wird seine Freude haben.

  • Kinder willkommen
  • Hundewillkommen
  • Kein Raucherzimmer
  • Barrierefrei: Es gibt eine Behindertentoilette

„Mr. Chen“
Hannoversche Straße 107
30627 Hannover
Telefon: 0511/57000908
Homepage

Öffnungszeiten: Montags bis sonnabends 12 bis 15 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr, sonntags 12 bis 22 Uhr.

Von Christoph Dannowski

hannoversche Straße 107 hannover

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