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Ingo Welt vom „Bistro Le Monde”  in Hannover-Mitte zaubert kreative und kräftige Kompositionen

Voilà: Ingo Welt vom „Bistro Le Monde” zaubert kreative und kräftige Kompositionen© Frank Wilde

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Französische Küche

Le Monde

Vive la France! Das „Bistro Le Monde“ am Rathaus ist eine Bereicherung für die Gastro-Szene der Innenstadt.

Ambiente
Raus aus dem urigen ehemaligen Toilettenhäuschen am Braunschweiger Platz, rein ins feine Restaurant des „Hotels am Rathaus“ – das „Bistro Le Monde“ hat im Herbst seinen Standort gewechselt. Die zwölf Tische sind weiß eingedeckt und vornehm-zurückhaltend dekoriert, die Wände zieren große Spiegel und handbeschriebene Tafeln mit den Empfehlungen des Tages und Menüvorschlägen, das Ganze ist stilecht mit französischen Chansons hinterlegt. Dezenter Schick – und damit ist das „Le Monde“ auch eleganter und stilvoller, als es „Bistros“ in Frankreich sind. Fans des alten Lokals am Braunschweiger Platz werden aber die sanfte Rundung des Gastraums vermissen, die an jedem Tisch intime Atmosphäre schuf. Dafür punktet unser Tisch in der schönen neuen Welt mit einem tollen Ausblick auf das beleuchtete Rathaus.

Publikum
Neben frankophilen Hannoveranern und Stammgästen speist die Welt im „Le Monde“. Internationale Hotelgäste sind schnell identifiziert. Nicht nur anhand der Bestellungen auf Französisch und Schwyzerdütsch, sondern auch, weil die Anzugträger vornehmlich allein speisen.

Service
Die freundliche Kellnerin macht einen aufmerksamen Job und bietet uns schon nach dem Bestellen der Hauptgerichte an, später als Dolmetscherin für die Dessertkarte einzuspringen – die vielen Nachtisch-Variationen auf der Tagestafel sind auf Französisch formuliert. Klingt ja auch noch appetitlicher. Nur bei der Weinempfehlung bringt sie zunächst die offenen Roten durcheinander, korrigiert aber kurz später, dass der kräftige Bordeaux der optimale Begleiter zum Rotwein-Huhn ist.

Essen & Trinken
Drei französische Menüs mit drei bis vier Gängen (21 bis 35 Euro) stehen zur Auswahl. Frankreichfans können sich aber auch auf viele authentische Vorspeisen freuen: Schnecken auf Tomatenragout mit Knoblauchcreme, Froschschenkel oder Couscous mit Merguez-Wurst. Mutige wagen sich an die Kaldaunenwurst. Sie besteht aus Teilen des Magen-Darm-Traktes von Wiederkäuern, gilt in Frankreich als Spezialität und bei uns als Geschmackssache.

Wir beginnen weit weniger experimentell mit einem Gruß aus der Küche – zwei Sorten Brot mit frischem Kräuterquark und gesalzenen schwarzen Oliven. Und nach dem ersten Bissen steht auch schon die Vorspeise auf dem Tisch: Entenlebercreme auf Roter Beete und Feldsalat (neun Euro). Die Creme ist zart und wunderbar würzig und passt hervorragend zu dem erdigen Geschmack der marinierten Beete.

Mit kräftigen und kreativen Kombinationen geht es weiter. Das köstliche Schweinefilet im Speckmantel (16,50 Euro) ist mit sehr fruchtigen Pflaumen gefüllt, das Ganze ruht auf kernigem Wirsing, dazu gibt es sanft gebratene Kartoffelspalten. Ein Genuss ist auch der französische Klassiker „Coq au vin“ (13,90 Euro). Das in Rotwein geschmorte Huhn lässt sich leicht vom Knochen lösen, die dunkle, sämige Sauce würde man am liebsten mit der Suppenkelle löffeln. Das Karottengemüse ist knackig, die (große Portion) Bandnudeln al dente – perfekt. Und auch der runde Bordeaux passt, wie versprochen, zu dem deftigen Geflügelgericht.

Ist es das Geld wert?
Was kostet die Welt? Im „Le Monde“ mehr als einen Appel und ein Ei. Dafür sind die Portionen bodenständig niedersächsisch.

Fazit
Der frische Franzose am Rathaus ist eine Bereicherung für die Gastro-Szene der Innenstadt.

Besonderheiten

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Zahlung in bar und per EC möglich

Das „Bistro Le Monde“ in der Südstadt im Branchenführer


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