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FRISCHES KONZEPT: Kurt 16 heißt das Feinschmeckerlokal im Loccumer Hof. Es kombiniert Innovation mit Gemütlichkeit, eine der Speisekarten folgt dem Feng-Shui-Prinzip.

FRISCHES KONZEPT: Kurt 16 heißt das Feinschmeckerlokal im Loccumer Hof. Es kombiniert Innovation mit Gemütlichkeit, eine der Speisekarten folgt dem Feng-Shui-Prinzip.© Ralf Decker

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Feinschmecker-Küche

Kurt und gut - der neue Hit in der City

Der Loccumer Hof hat vor gut zwei Monaten sein neues Feinschmeckerrestaurant eröffnet. Kurt 16 heißt es nach seiner Adresse, der Kurt-Schumacher-Straße 16. Ein Besuch lohnt unbedingt.

Hannover. ? Ambiente
750 000 Euro hat sich das Traditionshaus den Umbau seines 300 Quadratmeter großen Restaurants kosten lassen, nun ist es eine langgezogene Lounge geworden. Mit Zweier- und Vierertischen und der Möglichkeit für Gruppen, an Tafeln zu speisen. Der offene Barbereich hat eine technische Finesse: Vier LED-Fernseher ergeben ein Riesenbild, das Natur pur zeigt. Geschmackvoll und gemütlich.

? Publikum
Wir hatten reserviert, an einem verkaufsoffenen Sonntag weiß man ja nie. Wäre nicht nötig gewesen. Ein paar Hotelgäste, eine Firmenfeier mit 16 fröhlichen Kollegen – das war es schon. Die neue Qualität muss sich noch rumsprechen.

? Service
Herr Ulas kümmert sich um uns, was für ein Geschenk. Der türkischstämmige Kellner ist seit 24 Jahren im Loccumer Hof, hat den Gründer und drei Umbauten erlebt und sich vom Spüler zum Meister hochgearbeitet. Gündogan Ulas ist aufmerksam, höflich, kompetent – ein Sympathieträger des Hauses. Die Getränke kommen sofort, Vorspeisen nach 20, Hauptgerichte nach 45 Minuten. Besseren Service haben wir in Hannover noch nicht erlebt.

? Essen und Trinken
Schon der Gruß aus der Küche ist das Kommen wert: eine Jacobsmuschel mit Salzschaum auf Chili-Ananas, ambitioniert und lecker. Der Brotkorb ist eher ein zweiter Gruß. Ulas bestreut das hausgebackene Kräuterbrot mit Lavendelsalz, dazu wird milder Hüttenkäse gereicht. Kleine Kosten für die Küche, großer Genuss für die Gäste. Unsere erste bezahlte Speise ist ein Wildkräutersalat mit Büffelweichkäse, Parmaschinken, getrockneter Tomate und zwei essbaren Geranienblüten (acht Euro). Frisch, knackig, lecker.

Als Hauptgericht wählt meine Frau den Thunfisch aus der braunen Abendkarte, die 16 Speisen nach den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft sortiert und damit der chinesischen Feng-Shui-Philosophie folgt. Das Angebot reicht von Paprikasuppe mit Blutwurst für sieben bis Lammrücken plus Schweinebäckchen für 20 Euro. Ich entscheide mich für einen Klassiker aus der roten Frühstücks- und Mittagskarte: Currywurst mit Kartoffelstreifen. Für acht Euro gibts eine mächtige Portion krosser Pommes und eine Curry-Bratwurst an drei Spießchen. Die Sauce ist ein Gedicht: scharf und würzig und mit einem Schuss Zimt. Mir wird ganz weihnachtlich.

Der Thunfisch meiner Frau (18 Euro) wird zweierlei aufgetischt: in vier dünnen Scheiben und als Tatar mit Reiswaffel-Splittern. Einziger Kritikpunkt: Die Saucen müssten kräftiger nach Kapern, Soja und Meerrettich schmecken. Zufrieden ist meine Frau trotzdem. Zum Fisch passt ein trockener Riesling, 5,40 Euro für 0,2 Liter sind allerdings kein Schnäppchen. Gemeinsam gönnen wir uns Pistaziengebäck (acht Euro) – eine Komposition aus Feige, Honig, Frischkäse und Erdnüssen, die süchtig macht.

? Fazit
Ein billiger Jakob ist Kurt 16 nicht, aber wer Kreativität und Qualität schätzt, wird begeistert sein.

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Barrierefrei
  • Raucherzimmer
  • bar, EC, Kreditkarten

Kurt 16 im Loccumer Hof
Kurt-Schumacher-Straße 14–16

30159 Hannover

0511/126 40

www.kurt16.de

Öffnungszeiten: Montag bis Sonnabend 9 bis 1 Uhr nachts, Sonntag 9 bis 22 Uhr.


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