So ein Glück: Auch in Linden-Nord gibt es ein „Glüxkind“.
Linden-Nord.
Das Ambiente
Im Dezember hat das „Glüxkind“ von der Marienstraße Nachwuchs bekommen. Im ehemaligen „Anna Limma“ in der Leinaustraße 1 in Linden haben Serhun Baz, Gökan Celebi und Ali Kara ein zweites Restaurant mit selbem Namen eröffnet. Gleich neben dem Eingang beginnt die markante Bar, die Stammgäste noch vom Vorgänger kennen.
Schnell entdecken unsere Kinder den hinteren Raum, der Lounge-Charakter hat: mit vielen niedrigen Sofas, kleinen Couchtischen und dem alten Ofen. Auf der einen Fensterbank stehen ein paar Bilder- und Lesebücher, und hier lässt sich problemlos der Kinderwagen abstellen.
Publikum
„Glüxkind“-Fans gibt es in jedem Alter. An der Bar ist fast jeder Platz besetzt, eine weitere Familie sitzt mit ihren Kindern an der großen Fensterfront. Eine ruhige, angenehme Atmosphäre.
Service
Wir werden aufmerksam
bedient. Als unser Jüngster (2) im Alleingang einen weiteren Kakao bestellen will, rückversichert sich die junge Frau erst einmal bei uns, ob sie den Wunsch annehmen soll.
Allerdings scheint die Kommunikation zwischen Küche und Service nicht ideal zu sein: Die Spaghetti (vier Euro), die ausdrücklich ohne Garnierung bestellt wurden, sind mit Petersilie bestreut, der Pfannkuchen (3,90 Euro) kommt statt mit Nutella mit Kirschkompott und Vanilleeis.Als unsere kleine Testerin nach einigen Probierhäppchen fast in Tränen ausbricht, wird ihr ein neuer Pfannkuchen angeboten (der später nicht berechnet wird, obwohl die anderen Familienmitglieder die Kirsch-Variante schließlich gegessen haben).
Schade: Erst beim Bezahlen erfahren wir, dass es auch Malbücher und Stifte gegeben hätte.
Essen & Trinken
Die Kinder bestellen Kakao (2,20 Euro), der mit aufgeschäumter Milch in riesigen Café-Latte-Gläsern gebracht wird. Sie sind begeistert. Es gibt Fritz-Kola (1,90 Euro), Schweppes (2,20 Euro) und viele Säfte (2,20 Euro). Bis das Essen kommt, vergeht einige Zeit, die Kinder langweilen sich.
Doch die Warterei lohnt sich: Große Portionen, kunstvoll angerichtet und perfekt gewürzt, werden zu unserem Tisch getragen. Unser Jüngster bekommt „Hähnchenbrust gegrillt“ (8,40 Euro). Schon die Pommes sind eine Verführung – flach und groß, cross gebraten – hier haben Pommes tatsächlich etwas mit Kartoffeln zu tun. Die Hähnchenbrust ist auf den Punkt. Dazu gibt es frischen Salat, der so verführerisch aussieht, dass der Zweijährige ihn als Erstes (!) probiert.
Apropos Salat: Der „Chicken-Salat mit Hähnchenbruststreifen“ (7,40 Euro) ist opulent und auch schmackhaft – mit Drachenfrüchten als Hingucker. Die Currywurst (5,50 Euro) ist würzig und scharf – wie sie sein soll. Der Pfannkuchen im zweiten Anlauf mundet unserer kleinen Testerin, nur unser Großer, der eine absolute Abneigung gegen Petersilie hat, ist ziemlich genervt vom mühevollen Trennen der Nudeln vom Grünzeug.
Kinderfazit
Personal und Gäste sind gegenüber jungen Gästen ziemlich entspannt, das gibt einen Pluspunkt. Die Lounge finden die Kinder urgemütlich. Nur das i-Tüpfelchen fehlt – dass Änderungswünsche auch umgesetzt werden.
Elternfazit
Das „Glüxkind“ macht glücklich! Es ist geräumig – selbst als Familie hat man genug Platz, das ganze Zeugs (Wickeltasche, Kinderkarre, Jacken, Mützen, Schals ...)
unterzubringen. Die Auswahl ist groß, es gibt auch Tapas, Fingerfood und Angebote für den kleinen Hunger und kleinen Geldbeutel. Die Hauptgerichte sind großzügig und kosten dennoch in der Regel unter zehn Euro (mit einer Ausnahme: Räuberfleisch XXXL für 15,60 Euro). Für fünf Personen haben wir inklusive Getränken nur 45,90 Euro bezahlt, gut für die Familienkasse.
Besonderheiten
Spielangebote
Spielplatz
Wickelmöglichkeit
Zahlung möglich in bar