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TEILEN IST HIER EINESUPER-IDEE: Ejup (7) und Melissa (6) genießen die riesige Pizza im „12 Apostel“. Im Restaurant gibt es überall viel zuentdecken - große Wandbilder, opulente Blumensträuße undhunderte von Flaschen sorgenfür eine Stimmung wie in einem großen venezianischenPalast.   Fotos: Wilde

TEILEN IST HIER EINE SUPER-IDEE: Ejup (7) und Melissa (6) genießen die riesige Pizza im „12 Apostel“. Im Restaurant gibt es überall viel zu entdecken - große Wandbilder, opulente Blumensträuße und hunderte von Flaschen sorgen
für eine Stimmung wie in einem großen venezianischen Palast.© Frank Wilde

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Test der Woche: Kinder-Spezial

12 Apostel: Willkommen im Pizza-Paradies

Einmal im Monat testen wir die Kindertauglichkeit von Restaurants in Hannover und Umgebung. Heute: das 12 Apostel im Pelikanviertel - eine Location, die Kinder schon beim Eintreten beeindruckt.

Ambiente
Das Restaurant haben sie noch keine drei Schritte betreten, da bleiben unsere Kinder erst einmal staunend stehen, drehen sich um ihre eigene Achse und bestaunen in aller Ruhe den riesigen Saal. Sanft müssen wir sie weiter hineinschieben, um wenigstens bis zum Reservierungspult vorzudringen. Wir sind im „12 Apostel“ im Pelikanviertel. Und während einst der Vorgänger, der „Grüne Pelikan“, noch den Charme einer kühlen Fabrikhalle hatte, ist davon nichts mehr zu spüren. Hier hat man das Gefühl, direkt in einen venezianischen Palast zu schreiten – altes Backsteinmauerwerk, schwere Brokat-Vorhänge, handgemalte Fresken an der Decke, Marmor auf dem Boden. Was bei den Kindern aber den ganzen Abend über ein Gesprächsthema ist, sind die hunderten Weinflaschen, die rundherum auf Mauersimsen und in Holzregalen dicht an dicht aufgestellt sind. Wer die wohl dort so akkurat angeordnet hat? Ob die echt sind? Ob die herunterfallen können? Wie sähe dieses Szenario bei einem Erdbeben aus? Und so dauert es tatsächlich etwas, bis sie auch die Kinderspiel-?ecke im Restaurant entdecken. Hier können sich kleine Gäste richtig ausbreiten: Neben Malbüchern, Stiften, Zeitschriften für Teens und Bilderbüchern gibt es auch Kisten mit Duplo-Steinen, einer Holzeisenbahn und vielem mehr. Und damit die Kids auch standesgemäß sitzen können, steht ein Stapel originaler Louis-Ghost-Stühle aus der Designerschmiede von Philippe Starck bereit.

Publikum
Für einen frühen Mittwochabend ist das Restaurant gut gefüllt. Viele junge Paare genießen den Abend, es gibt ganze Gesellschaften, die an langen Tischen tafeln, Kollegen, die sich nach der Arbeit verabredet haben, auch ein paar Familien mit Kindern. Die Menschen haben sich für den Abend ausnahmslos schick zurechtgemacht, die bevorzugten Kleidungsfarben sind – ganz klassisch – Schwarz und Weiß.

Service
Unsere Kellner sind alle sehr freundlich, zuvorkommend und schnell. Auch die Kinder werden immer wieder nett angesprochen. Die Frage nach einem Anspitzer für die Stifte löst eine – wenn auch vergebliche – Suche aus. Extrawünsche der Kinder beim Essen wie eine Portion Nudeln nur mit Butter und ohne Petersiliendeko werden korrekt umgesetzt. Das Schokoeis, das mit Orangenscheiben garniert ist (eigentlich nett gedacht), wird sofort zurückgenommen und ausgetauscht, als wir darauf hinweisen, dass eines unserer Kinder keine Zitrusfrüchte verträgt. Die Speisen werden zügig und vor allem von mehreren Kellnern gleichzeitig an den Tisch gebracht – das ist wirklich perfekt!

Essen und Trinken
Angeregt durch die spannende und abwechslungsreiche Karte, bestellen wir enthusiastisch los – und erweisen uns damit als „12?Apostel“-Anfänger, denn die Portionen sind riesig. Tipp: Diese unglaublichen riesigen Pizzen unbedingt teilen! Auch bei den XXL-Modellen sind es die liebevollen Gesten, die diesen Test zu einem Erlebnis machen: Zwei unserer Kinder bestellen Kinderpizza, bei der – passend zur Vor-Osterzeit – aus einem Teil des Teiges Hasenohren geformt sind. Der Teig ist übrigens superdünn und hat die perfekte Konsistenz – nicht zu suppig, nicht zu hart. Wer jetzt denkt, bei der Kinderpizza wird angesichts des Preises (sensationelle fünf Euro, egal, welcher Belag) an der Größe gespart, liegt falsch: Sie stehen den erwachsenen Feinschmecker-Fladen nahezu in nichts nach. Wir bestellen außerdem den Salat „12 Apostel“ (11,70 Euro) mit zartestem Büffelmozzarella und Schinken. Der Salat ist gut angerichtet, wir müssen die leicht süßliche Essig-Öl-Sauce nicht nachwürzen. Der Mann wählt Pizza Bartolomeo (Tomatensauce, Mozzarella, Gorgonzola, Blattspinat, 12,90 Euro) mit einer Extra-Portion Scampi (3,80 Euro). Die Pizzen, nach den zwölf biblischen Aposteln benannt, kommen aus dem Steinofen und sind gut belegt, trotzdem ist der Belag nicht übermächtig. Unser Großer hat Spaghetti Carbonara, allerdings ohne die Speck-Zwiebel-Sauce, bestellt. Für die Portion purer Nudeln 11,40 Euro zu verlangen, ist unserer Meinung nach allerdings etwas hochpreisig. Zum Abschluss gibt es Eis für alle, die Kugel kostet 1,50 Euro. Aus sechs Sorten, darunter auch die drei Klassiker Vanille, Erdbeer und Schokolade, kann man im „12 Apostel“ auswählen.

Kinderfazit
Die Kinder sind begeistert, in diesem Restaurant gibt es so viel zu sehen, die Spielecke hat bestanden, und die Pizzen sind einfach lecker. Übrigens: Was sie nicht geschafft haben, haben wir in „Doggy-Bags“ einpacken lassen – das hat den Kindern auch am nächsten Tag noch geschmeckt.

Elternfazit
Das Restaurant „12 Apostel“ bekommt für Familien unsere uneingeschränkte Empfehlung, besonders wenn alle Pizzafans sind und man mal etwas besser essen gehen will. 72,40 Euro haben wir fünf bezahlt, wir waren allerdings bei den Getränken zurückhaltend und haben nur Wasser und Fanta (je 2,70 Euro) und eine Weinschorle (4,40 Euro) getrunken.

  • Spielangebote
  • Kinderkarte
  • Nicht barrierefrei
  • Wickelmöglichkeit
  • Bar, EC-Karte, Kreditkarten

Die XII Apostel
Pelikanplatz 2/4
30177 Hannover

0511/228 86 40

www.12-apostel.eu

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 12 bis 15 und 18 bis 24 Uhr, Sa. 18 bis 24 Uhr. Sonntags Brunch von 10 bis 15 Uhr, ab 13 Uhr auch à la carte gegessen werden – bis 24 Uhr.


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