Mit ihren fingerförmigen Knollen steht die Sorte für die Gruppe der sogenannten Kipfleroder Zapfenkartoffeln. Sie wurde bereits in der erstendeutschen Kartoffelmonografie 1819 erwähnt. Die Knollen sind dünn, fingerlang und eher klein. Ihre Besonderheit sind der nussige Geschmack und die feste Konsistenz. Das „Bamberger Hörnchen“ verschwand ab Mitte der 1950er Jahre vor allem wegen der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft. Denn die länglichen Knollen sind für Erntemaschinen ungeeignet. Die Auszeichnung „Kartoffel des Jahres“ wurde zum dritten Mal von Bio-Anbauverbänden, vom Verein Slow Food und mehreren Nutzpflanzen-Verbänden vergeben. Im vergangenen Jahr war die Kartoffelsorte „Linda“ und im Jahr 2006 der „Blaue Schwede“ gekürt worden.
Die hörnchenförmigen Knollen wurden ab 1870 großflächig im Raum Bamberg gezüchtet. Die Schale der Bamberger Hörnchn ist gelb-rosa, das Fleisch gelb. Festkochend.
Geschmack: sehr gut, würzig.
Verwendung: Salat-, Püree- oder Pellkartoffel.
Tipp:
Kinder können sich die Geschichten rund um die Kartoffel als Podcasts anhören.