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Miami - die Sonnenmetropole

Am Ocean Drive reihen sich schicke Cafés, Brasserien und Restaurants aneinander.

USA

Die Sonnenmetropole

In Miami können Touristen einen Blick auf ihre Stars erhaschen, ausgedehnt Shoppen und sich auch sonst rundum verwöhnen lassen.

Knapp daneben ist auch vorbei: Wären wir zwei Tage vorher im italienischen Restaurant DeVito’s aufgekreuzt – dessen Mitbesitzer übrigens Hollywoodstar Danny Devito ist –, hätten wir den Geburtstag von „Desperate Houswives“-Darstellerin Eva Longoria mitfeiern können. Eva hin oder her – wir haben hier in Miami sowieso dauernd das Gefühl, in einem geschützten Biotop schöner, reicher und berühmter Menschen gelandet zu sein. Vor allem in South Beach, dem südlichen Abschnitt der Gemeinde Miami Beach, wo in diesen Tagen Ende März Tausende von Studenten aus allen Teilen ihre Spring-Break-Ferien genießen.

Ganze Heerscharen bildhübscher, spärlich bekleideter Mädchen stöckeln mit teilweise abenteuerlich hohen Absätzen den Ocean Drive und die Collins Avenue entlang und lassen sich von den Jungs in ihren Sportwägelchen wohlwollend mustern. Wir wähnen uns in einer nicht enden wollenden Castingshow. Aus unzähligen Lautsprechern wummern Bässe, ereifern sich Rapper oder swingen südamerikanische Rhythmen. Todschicke Cafés, Brasserien und Restaurants sind wie geschaffen für genussvolles Sehen-und-Gesehen-werden entlang den Avenues, die sich wie endlos lange Laufstege und Bühnen gebärden. Wenn die Studenten wieder in ihre Colleges zurückgekehrt sind, ist die Stadt überbesetzt mit Fotografen, Fernseh- und Modemachern. An jeder Ecke im hippen Art-déco-Viertel mit seinen verspielten bunten Gebäuden stolpert man über eine Modefotoproduktion, ein MTV-Team oder ein Grüppchen Paparazzi.

Wer nun weder zum Inner Circle von Jennifer Lopez zählt noch für ein „Vogue“-Fotoshooting gebucht ist, braucht sich keineswegs deplatziert zu fühlen. Im Gegenteil: In Miami ist der Urlauber ein König, der nach Strich und Faden hofiert wird. Hotels aller Kategorien, von erschwinglichen Mittelklassehotels bis hin zu luxuriösen Designtempeln, säumen den Atlantik. Die kilometerlangen, schneeweißen Strände sind bis ins kleinste Sandkorn gepflegt und die Sonnenschirme farblich perfekt auf die Sonnenliegenpolster abgestimmt. Uniformierte Kellner bahnen sich mit Tabletts voll von tropischen Cocktails und leckeren Snacks ihren Weg durch den Sand. Kitesurfer mit ihren bunten Schirmen fliegen über die Wellen – manche so hoch und akrobatisch, dass man fast befürchten muss, sie verheddern sich jeden Moment in den Werbebannern, die hinter kleinen Flugzeugen hergezogen werden.

Die größte Stadt im „Sunshine State“ Florida hat weit mehr zu bieten als Sonne, Strand und Spaß – auch wenn sie mit ihren ganzjährig sommerlichen Temperaturen zu den attraktivsten Badezielen der Welt gehört. Miami hat sich zu einer Metropole gemausert, die sich in der Welt der Mode, Kunst und Kultur fest in der ersten Liga etabliert hat.

Jeder große Bühnenstar räumt Miami einen bevorzugten Konzerttermin ein. Das betrifft nicht nur die Rock-, Pop- und Hip-Hop-Giganten, sondern auch die Crème de la Crème der Klassik. Mit dem 100 Millionen Dollar teuren Adrienne Arsht Center for the Performing Arts verfügt Miami neben dem New Yorker Lincoln Center über das zweitgrößte Kulturzentrum der USA. Und die Art Basel Miami ist auf dem Weg zur wichtigsten Kunstmesse des Kontinents. 40 000 Besucher strömen jedes Jahr zu diesem Event, unter ihnen auch Hollywoodbeau Brad Pitt, der beim Designermöbel-Großeinkauf gesichtet wurde.

Kunstliebhaber tummeln sich bevorzugt auf der Lincoln Road, die auch Galerienmeile genannt wird. Der günstige Dollarkurs sorgt für heftige Adrenalinschübe, Pulsrasen und glühende Kreditkarten. Generell gehört Shopping wechselkursbedingt zum Pflichtprogramm eines jeden Miami-Besuchers. Wie von einem Magnet angezogen, landet man unweigerlich in einer der zahlreichen superschicken Boutiquen und edel gestylten Shopping Malls. Größte und zugleich die mit den besten Schnäppchenangeboten ist die Sawgrass Mill mit mehr als 300 Shops, nördlich von Miami in Richtung Fort Lauderdale. Aber auch große Kaufhausnamen wie Bloomingdale’s, Macy’s oder Saks Fifth Avenue sind vertreten und verheißen ausschweifende Kaufrauscherlebnisse.

Miamis Beiname „Big Orange“ – in Anlehnung an den „Big Apple“ New York – deutet auf die Nationenvielfalt in der Sonnenmetropole hin. Den größten Anteil an Zuwanderern haben die Kubaner, die bereits mehr als die Hälfte der Bewohner ausmachen. Sie haben das Gesicht, den Geruch und den Klang der Stadt entscheidend geprägt, Spanisch und Englisch sind gleichberechtigt. Längst leben die Exilkubaner, die seit 1959 in mehreren Schüben nach Miami kamen, nicht mehr ausschließlich im Stadtviertel Little Havanna südwestlich von Downtown Miami. Dennoch hat sich dieser Stadtteil mit seinen farbenfrohen Märkten, intimen Bars und netten Cafés seinen ganz besonderen karibischen Charme bewahrt. Die belebte Hauptstraße Calle Ocho ist alljährlich Schauplatz des ausgelassenen Carnaval-Miami-Festivals mit farbenfrohen Umzügen und Salsabands. Im Domino-Park mit seinen Schatten spendenden Bäumen vertreiben sich alte Männern die Zeit mit Brettspielen.

Ach, übrigens: Es wäre vielleicht doch keine so gute Idee gewesen, bei Eva Langorias Geburtstagsparty im DeVito’s aufzukreuzen. Der Laden war zu diesem Event für Nichtgeladene natürlich gesperrt. Doch auch ohne uns soll es, wie im „Miami Herald“ nachzulesen war, recht lustig gewesen sein.

Brigitte von Imhof


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