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Hoch hinaus und dabei fleißig Prämienmeilen sammeln - das kann sich auch für Gelegenheitsflieger lohnen.

Hoch hinaus und dabei fleißig Prämienmeilen sammeln - das kann sich auch für Gelegenheitsflieger lohnen. © Jens Büttner

Tourismus

Wann sich Vielfliegerkarten lohnen

Fast alle Airlines wollen ihre Passagiere mit Vielfliegerkarten zur Treue anhalten. Doch was ist mit Menschen, die nur ein- oder zweimal im Jahr fliegen? Für sie wird es schwierig, ausreichend Meilen für Prämienflüge zu sammeln. So klappt es trotzdem.

Berlin. Die meisten Fluggesellschaften locken ihre Passagiere mit Vielfliegerkarten. Doch nicht jeder Fluggast bringt es auf mehrere Flüge im Jahr. Allerdings hat man mehrere Jahre Zeit, um Prämienmeilen anzuhäufen.

"Die Programme sind kostenlos, man verliert also nichts", sagt Ravindra Bhagwanani, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Global Flight. So habe man die Chance, einen Freiflug zu bekommen. "Das ist für die meisten Wenigflieger die begehrteste Prämie." Allerdings müssen Meilensammler eines beachten: Steuern und Gebühren des Prämienfluges sind extra zu zahlen.

Ab wie vielen Flügen bringt eine Vielfliegerkarte eine Prämie?

Wer mindestens zwei- bis dreimal jährlich am besten Langstrecke fliegt, könne es in wenigen Jahren zum einen oder anderen Prämienflug bringen, sagt Oliver Kühn, Chefredakteur des Magazins "Reise & Preise". Vorausgesetzt, die Fluggäste wählen das richtige Programm.

Ein Beispiel: "Für einen Flug nach Neuseeland gibt es in der Economy Class im besten Fall 22 000 Meilen", erklärt Kühn. Um nach Mallorca und zurück zu fliegen, brauche man etwa im Executive-Club der British Airways 15 000 Meilen. Nach London und zurück kommt man schon für 8000 Meilen. Das ist vergleichsweise attraktiv.

Doch nicht alle Airlines und Verbünde geben die Flüge bereits für so wenige Meilen her: Bei der Lufthansa kostet ein regulärer Europaflug (hin und zurück) 30 000 Meilen - ein Schwelle, die viele nur schwer erreichen. Bei Air Berlin wiederum gibt es Schnäppchen-Prämien bereits ab 3000 Meilen pro Strecke.

Wie finde ich das richtige Vielfliegerprogramm?

Man muss sich die Programme im Detail anschauen. Die Star Alliance um die Lufthansa sei für den Gelegenheitsflieger meist nicht relevant, sagt Bhagwanani. Zu teuer sind die Prämienflüge und vor allem die Gebühren, die man noch zusätzlich zahlen muss.

Kühn rät, nicht unbedingt bei der Airline Meilen zu sammeln, mit der man am häufigsten unterwegs ist. "Manchmal gibt es bei einer Partnergesellschaft der jeweiligen Airline-Allianz mehr Meilen." Ein Beispiel: "Wer viel mit Lufthansa fliegt, kommt bei United Airlines meist schneller zum Prämienflug - denn bei deren Flügen werden mehr Meilen gutgeschrieben."

Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Airlines und Verbünden?

Oft gilt: Wer wenig bezahlt, bekommt auch wenige Meilen. Doch manche Airlines schreiben für die günstigsten Buchungsklassen, die man meist angeboten bekommt, 100 Prozent Meilen gut - andere nur 25 Prozent, wie Kühn berichtet. Unter den großen Airlines seien British Airways (Oneworld) und United Airlines (Star Alliance) am großzügigsten. "Knauseriger seien Miles and More von Lufthansa oder Flying blue von Air France, die auf die günstigsten Tarife nur 25 Prozent geben.

Worauf muss man achten, wenn man Flüge bucht?

Man sollte auf den Preis schauen, sagt Bhagwanani. "Und dabei alle Meilen mitnehmen, die man bekommen kann." Gelegenheitsflieger sollten für mehr Meilen keine Extra-Kosten in Kauf nehmen: "Das lohnt sich selten."

Lässt sich das Meilenkonto nur mit Flügen füllen?

Es gibt verschiedene andere Wege. So kann man zum Beispiel über die Deutschlandcard für Air-Berlin-Flüge sammeln, Payback-Punkte können für das Miles-and-More-Konto umgewandelt werden. "Über eine Kreditkarte der jeweiligen Fluggesellschaft kann man ebenfalls Extrameilen sammeln", sagt Kühn. Der Kaufbetrag wird dabei nach einem bestimmten Schlüssel in Meilen umgewandelt. Allein Lufthansa biete mehr als 300 zusätzliche Sammelmöglichkeiten. Allerdings sollte man genau die Gebühren gegenrechnen: "Man muss etwa 10 000 Euro im Jahr umsetzen, damit sich die Gebühren lohnen", sagt Bhagwanani.

dpa


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