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Aida Cruises nimmt Kurs auf China. Ab 2017 soll dort erstmals ein Schiff fest stationiert werden.

Aida Cruises nimmt Kurs auf China. Ab 2017 soll dort erstmals ein Schiff fest stationiert werden. © Marcus Brandt

Tourismus

Aida Cruises bietet ab 2017 Kreuzfahrten für Chinesen an

China ist neben Deutschland einer der großen Wachstumsmärkte in Sachen Kreuzfahrt: Jetzt hat auch Aida Cruises angekündigt, ab 2017 Kreuzfahrten für Chinesen anzubieten.

Schanghai. Jetzt expandiert auch Aida Cruises auf den chinesischen Markt: Ab Frühjahr 2017 stationiert die Reederei ein in China.

Ab Schanghai soll es Kreuzfahrten für chinesische Passagiere geben, erklärte das Unternehmen auf dem Branchentreffen 10th Annual China Cruise Shipping in Schanghai. Um welches Schiff es sich handeln wird und welche Umbauten dafür unter Umständen nötig sind, ließ Aida noch offen.

China ist derzeit einer der großen Wachstumsmärkte der Branche. Die Wachstumsraten liegen bei rund 80 Prozent pro Jahr. Mehrere große Reedereien kündigten zuletzt an, Schiffe in China zu stationieren.

Erst am Montag (12. Oktober) hatte Norwegian Cruise Line bekanntgegeben, dass ein Neubau ab 2017 komplett für den chinesischen Markt fahren wird. Das Schiff soll speziell für den chinesischen Markt konzipiert sein. Wie das genau aussehen soll, ließen die Verantwortlichen noch offen. Als Beispiele wurden lediglich die Bereiche Service, Küche und Unterhaltung genannt. Royal Caribbean hat erst vor kurzem die "Quantum of the Seas" nach China geschickt. Daneben wird ab 2016 die neue "Ovation of the Seas" direkt nach der Indienststellung in Tianjin positioniert. MSC fährt ab Mai 2016 mit der "MSC Lirica" ab Schanghai. Eventuell folgt noch ein weiterer Neubau.

Hinter der Ankündigung von Aida Cruises steckt ein Wachstumsplan der Carnival Corporation, zu der Aida gehört. Der Konzern will ab 2017 mit den vier Marken Costa, Princess, Aida und Carnival Cruise Line in China vertreten sein. Derzeit fahren dort nur Costa und Princess. Der Marktanteil der Carnival-Gruppe liegt aktuell nach eigenen Angaben bei rund 50 Prozent, dieser Anteil soll 2016 mit dann bereits sechs Schiffen auf 58 Prozent steigen.

Die Koordination in Asien soll der frühere Aida-Chef Michael Ungerer übernehmen, der seinen Posten erst Anfang September an Felix Eichhorn übergeben hatte. Eichhorn erklärte jetzt, dass Aida auch in Asien als "Made in Germany" wahrgenommen werden soll. Bei Tui Cruises gibt es nach Angaben eines Sprechers keine Pläne, nach China zu expandieren.

dpa


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